Jugend - was ist das eigentlich?
 Unter Jugend versteht man in unserer Kultur die Zeit zwischen Kindheit und Erwachsensein, also grob etwa zwischen dem 13. und 21. Lebensjahr. In diese Lebensphase fällt die Pubertät, das Ende der Schulzeit und parallel der Start in´s Berufsleben, die Abnabelung vom Elternhaus und die Identitätsfindung. Eine Zeit voller Brüche und Unsicherheit also, die deswegen sowohl von den Jugendlichen selbst als auch von ihrem Umfeld als turbulent und komplikationsreich erlebt wird. Grenzen werden ausgetestet und erweitert, Autoritäten müssen in Zweifel gezogen werden - Jugendliche mit Migrationshintergrund können da gleich doppelt zweifeln - und die sorgenvolle Frage: "Was ist bloss mit der Jugend von heute los?" entbehrt nicht ihrer Grundlage.
Ob die Jugend wirklich immer nur schlimmer wird, soll hier aber nicht Thema sein, da zum einen Jugendliche diese Phase auf sehr unterschiedliche Weise durchleben und zum anderen vieles eine Frage des Standpunktes ist.

Als Denkanstoss aber hier ein Zitat, welches nicht aufgrund der Aussage an sich, sondern in Hinblick auf den zeitlichen Hintergrund aufmerken lässt:
"Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer." (frei nach Sokrates, 469 - 399 v.Chr.)

So vielschichtig die Phase der Jugend sich auch darstellt, so vielschichtig sind auch die Herausforderungen an die Gemeinschaft, in der Jugendliche den Wandel vom Kind zum Erwachsenen vollziehen. Die Gemeinde Elz nimmt ihre Jugendlichen ernst und stellt sich damit bewusst dieser Herausforderung. In einer Vielfalt von Vereinen hat die Jugendarbeit einen hohen Stellenwert; Jugendliche werden zur Partizipation bei Entscheidungen und in Gremien ermutigt, z.B. zur Teilnahme im aktuellen Arbeitskreis Integration, sie bekommen Räume und Plätze zur Verfügung gestellt und seit Januar 2003 gibt es eine kommunale Jugendpflege, die sich in Ergänzung zu Vereinen und anderen Institutionen um die Belange junger Menschen kümmert.

Mit gemeinsamer Anstrengung und im Bewusstsein, dass kein Weg der einzig wahre ist und die Jugend nur so gut sein kann, wie die Vorbilder, die ihr zur Verfügung stehen, sollte es also gelingen, aus unseren Kleinen mal ganz Grosse zu machen.