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40 Jahre Kulturkreis Elz – Eine mörderische Jubiläumsfeier
Am 11. September feierte der Kulturkreis Elzer Bürgerhaus sein 40-jähriges Bestehen. Mit einem Rückblick auf die vergangenen vier Jahrzehnte und einem Krimidinner mit dem theater am bach war es ein mörderisch guter Abend.
Eigentlich war die Gründung des Kulturkreis Elzer Bürgerhaus 1981 dazu gedacht, kulturelles Leben in das neu gebaute Elzer Bürgerhaus zu bringen. Heute ist der Kulturkreis aus der Elzer Vereinslandschaft mit seinem vielfältigen Angebot nicht mehr wegzudenken. Am eigentlichen Gründungstag, dem 5. Juni verzichtete der Kulturkreis Elzer Bürgerhaus auf seine Jubiläumsveranstaltung aufgrund der Corona-Pandemie. Musikalischen eröffnete der neue Jugendchor „pitch please“ den Abend und dann blickte der Vorsitzende sowie Bürgermeister Horst Kaiser auf 40 Jahre zurück.
Am 5. Juni 1981 gründeten kulturinteressierte Elzer und die Vereine des Dorfes den Kulturkreis Elzer Bürgerhaus. Initiiert hatte dies der damalige Bürgermeister Günter Schmitt. Aufgabe des Kulturkreises sollte die Koordinierung der Vereinsveranstaltungen und die Organisation kultureller Veranstaltungen im Bürgerhaus sein. Dem voran ging der Neubau des Bürgerhauses, welches ein umstrittenes Projekt in der Ortsmitte war. Der erste Vorsitzende des Kulturkreises wurde der damalige Bürgermeister Günter Schmitt und bis heute hat diesen Posten der jeweilige Bürgermeister inne. Zur Gründung zählte der Verein 50 Mitglieder, davon 23 Vereine. Heute hat der Verein 188 Mitglieder, davon 24 Vereine. Am 9.Oktober 1981 wurde das Elzer Bürgerhaus eingeweiht und die Erstellung des Festprogramms war die erste Aufgabe des noch jungen Vereins.
Inzwischen hat der Kulturkreis viele Veranstaltungen auf die Beine gestellt und sich dabei nicht nur auf das Bürgerhaus als Veranstaltungsort beschränkt. So ist aus dem Leben in Elz das Singen am Erlenbach nicht mehr wegzudenken, genauso wenig wie der Mühlensommer, bei dem musikalischer Genuss Open-Air angeboten wird. Lesungen im historischen Rathaus, Wer-will-der-kann für alle Nachwuchsmusikerinnen und Musiker, Kulturfahrten und -wanderungen und nicht zuletzt die Elzer Fastnacht bereichern das kulturelle Leben im Ort und locken auch Auswärtige nach Elz.
Für den jetzigen Vorsitzenden, Bürgermeister Horst Kaiser, soll der Kulturkreis mit seinen Veranstaltungen das breite Angebot der Elzer Vereine durch kulturelle Angebote ergänzen und dabei auch die Gemeinde immer wieder durch Kulturgüter bereichern.
Nach diesem Rückblick wurde es auf einmal hektisch im Saal. Dubiose Gestalten rannten zwischen den Tischen umher, sie schienen sich verstecken zu wollen und manch einer suchte jemanden. Mit diesem Opener ging die Veranstaltung in den mörderischen Teil ein, denn das theater am bach hatte zum „Dolci a la Morte“ geladen, einstudiert von der künstlerischen Leiterin Genia Gütter. Der sizilianische Mafiaboss Don Felipe (Lutz Lachnit) kontrolliert alle um sich herum. Sein Bruder (Andre Bauer) schien ihm zwar gleichgestellt, doch Don Felipe machte klar, wer am Ende die Entscheidungen trifft. Seinem Sohn (Dennis Schmidt) verbot er die Karriere als Opernsänger und sah ihn lieber mit seiner Cousine Maria (Sarah Horn) verheiratet. Sehr still und im Hintergrund agierte der Butler (Marvin Wacker), während ein ungebetener Gast (Jonathan Neust) sich vor Aufregung selbst in den Fuß schoss. Und die Commissario (Nicole Braun) musste Licht in die ganzen mafiösen Strukturen bringen. Selbstgefällig wie Don Felipe war, sah er die Spannungen um sich herum nicht und fiel am Ende einer Kugel zum Opfer. Doch wer war der Mörder?
Kurzweilig und spannend mit einem italienischen Dinner dazwischen durften die Besucher mitraten und am Ende konnte der Mörder gestellt werden.

Erneuter freiwilliger Hilfseinsatz im Ahrtal
Nachdem der erste freiwillige Hilfseinsatz des 2. Löschzugs einen nachhaltigen Eindruck auf die Helfer hinterlassen hatte, war klar, dass man „da noch mal zum Helfen hin“ muss.
Daher startete der Löschzug am Samstagmorgen Richtung Mayschoß, wo auf Zuweisung der regionalen Einsatzkoordinierung etliche Einsatzstellen abzuarbeiten waren.
So wurden in der Dorfstraße und der Ahr-Rotweinstraße unter anderem Gebäude mit Baustützen gesichert, Öl-Wasser-Gemische aus Kellern gepumpt sowie ölhaltige Schlämme aus Räumen entfernt. Zudem wurden defekte Öltanks demontiert und zerlegt.
Dieses Mal mussten die Einsatzkräfte nicht in Zelten übernachten, sondern kamen in Königsfeld/Eifel auf Initiative des dortigen Ortsbürgermeisters recht komfortabel im Bürgerhaus unter.
Da die zugewiesenen Einsatzstellen bereits am Samstag abgearbeitet werden konnten, wurde am Sonntagmorgen nach Dernau ausgerückt, um der dortigen Feuerwehr bei der Beseitigung der Schäden am Feuerwehrhaus zu helfen.
Dort hatte die Flut bis unter die Decke der Fahrzeughalle gestanden.
Gemeinsam mit Kameraden der Feuerwehr Dieburg und mithilfe von sechs Stemmhämmern und 40 Big-Packs aus Beständen der „Malteser Fluthilfe“ wurde handfeste Hilfe für die Instandsetzung des Feuerwehrhauses geleistet.
Erneut wurde bei diesem Unterstützungs-Wochenende klar: Es sind sichtbare Fortschritte eingetreten, aber es fehlen immer noch helfende Hände an allen Ecken!

Die Elzer Truppe bedankt sich erneut bei „Schäfer - Dein Bäcker“ für die kostenlose Marschverpflegung und bei Getränke-Herzberg für die kostenlos bereitgestellten Erfrischungs-Getränke.

Kirmesanspiel



Das Kirmesanspiel am vergangenen Samstag zeigte sich als gelungene Auftaktveranstaltung zur Elzer Kirmes. Die Kirmesburschen 2021 zogen mit Fackeln angeführt durch die Elzer Musikanten durch die Straßen von Elz und kündigten somit das in zwei Wochen stattfindende Kirchweihfest an. Der Fackelzug wurde lediglich durch die Nachfolger der KB 22 ergänzt. Die vielen übrigen Kirmesburschenjahrgänge, in ihren überwiegend karierten Hemden, standen ebenso wie viele Zaungäste am Wegesrand der Zugstrecke dem Tross Spalier. Nachdem der Fackelzug auf dem Rathausplatz eintraf, erfolgte der laute Kirmesschrei und das Kirmeslied erklang. Damit war die Kirmes für 2021 angespielt und man stieß mit Flaschenbier auf das 167. Kirchweihfest an.

Danke an verdiente Kommunalpolitiker
Nach der letzten Kommunalwahl hörten einige Kommunalpolitiker auf. In einer kleinen Feierstunde wurde ihnen nun gedankt.
Der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Matthias Schmidt, zeigte auf, dass das Engagement als Gemeindevertreter oder Ehrenbeamter im Gemeindevorstand ein besonderes Ehrenamt darstellt. „Es ist anspruchsvoll, denn man hat immer die Gemeinde und das Gemeinwohl im Blick“, so Schmidt. Und es ist viel Zeit, welches die Personen in den letzten Jahren in diesem Amt investiert haben.
Matthias Schmidt bedankte sich bei den Gemeindevertretern für ihr Engagement. Bei seinem Dank wollte er kurz wissen, welche Angelegenheit dem jeweiligen Kommunalpolitiker besonders am Herzen lag. Für Norbert Eufinger, welcher 15 Jahre in der Gemeindevertretung saß, war es vor allem der interessante Blick auf die Funktion einer Gemeinde. Anja Greff setzte sich in ihren zehn Jahren vor allem für die Umsetzung des Freizeitgeländes ein. Peter Schäfer, der 15 Jahre in der Gemeindevertretung saß, sorgte für einen kleinen Lacher, denn in der CDU warb er oftmals für Projekte, die seine Frau Yvonne Schäfer für die SPD ins Gespräch brach. Die beiden haben sich immer sehr engagiert für den Ortsteil Malmeneich eingesetzt. Martin Sommer war es in seinen 15 Jahren vor allem wichtig, dass die Finanzen der Gemeinde in Ordnung waren.
Den Dank an die Mitglieder des Gemeindevorstandes überbrachte der Erste Beigeordnete Wolfgang Lindenmeyer an seine ehemaligen Kollegen, mit denen er auch viele Jahre zusammengearbeitet hat. „Danke für euer Engagement über Jahrzehnte“, so Lindenmeyer, „ihr seid ein Ansporn für die Jugend.“ Frust gebe es immer mal, aber die Kommunalpolitiker sollten nie die Hoffnung aufgeben und auch über mehrere Legislaturperioden sich engagieren. Lindenmeyer sagt auch, was ihm an dieser Aufgabe reizt: „In der Kommune sieht man vor Ort, was man gemacht hat – Gutes wie Blödes.“
Sein Dank geht an Alois Wittayer, der von 1972 bis 2021 aktiv war sowie Gisela Mörsdorf, die sich über 44 Jahre engagierte.
Alois Wittayer nutzte die Gelegenheit, um auch selbst etwas zu sagen. Er habe vier Bürgermeister und einige Landräte erlebt. „Ich bin dankbar, dass ich so lange dabei sein durfte“, so Wittayer.
Der Feierstunde wohnten neben den verabschiedeten Mitgliedern der Gemeindevertretung und des Gemeindevorstandes auch aktuelle Mitglieder und Ehemalige bei. Heike Lachnit

Schulverein erhält Spende über 3.010 Euro

Der Schulverein der Erlenbachschule Elz erhielt im Juli von der ehemaligen Freien Wähler Gemeinschaft Elz (FWG) eine Spende von 3.010,10 Euro. Die FWG Elz hat sich in der Vergangenheit aufgelöst. In ihrer Satzung war festgelegt, dass das restliche Vermögen als Spenden an den Schulverein übergeben werden soll. Von der Spende möchte dieser ein schwer entflammbares Sofa für die Schule anschaffen. Der Wunsch kam von der Schulleiterin Beate Kallenbach. Auf den Fluren fehlen Sitzmöglichkeiten und dafür soll das Sofa angeschafft werden. Auch der Platz steht bereits fest. Das Sofa wird im Flur vor den 5. Klassen platziert. Eine bequeme Sitzmöglichkeit unterstützt das soziale Miteinander und schafft eine angenehme Lernatmosphäre.
Der Vorstand des Schulvereins, vertreten durch Isabel Burggraf und Jochen Brandt-Jarofke, bedankte sich recht herzlich für die großzügige Spende bei Hellmut Merz und Hans-Walter-Berneiser. Der Schulverein steht im ständigen Kontakt mit der Schulleitung und es gibt immer wieder Dinge, die für die Schule angeschafft werden können. Dabei ist der Schulverein eine gute Unterstützung für die Schule.

Freiwilliger Hilfseinsatz an der Ahr
Nachdem am Wochenende zuvor ein Vorkommando bereits vor Ort aktiv war und dabei einen Kontakt mit der regionalen/örtlichen Einsatzleitung hergestellt hatte, rückte der 2. Löschzug der Feuerwehr Elz am Samstag, 21. August, um 6 Uhr zu einem zweitägigen freiwilligen Hilfseinsatz ins Katastrophengebiet an der Ahr aus.
Der Löschzug, der ansonsten auch als Ausbildungs- und Katastrophenschutz-Löschzug der Gemeinde Elz eingesetzt wird, war mit 20 Feuerwehrleuten besetzt, die samt Löschgruppenfahrzeug, Mannschaftstransportfahrzeug sowie einem Pritschenwagen des Elzer Bauhofs (zum Transport von Materialen, Unterkunftszelt und Feldbetten) sowie drei Mann samt Mannschaftswagen der Feuerwehr Niederzeuzheim zunächst nach Grafschaft in den Industriepark reisten, um dort ihre Unterkunft in Form eines Mannschaftszeltes aufbauten.

Erster Einsatzort war Bad Bodendorf, wo die Aktiven mit Schaufeln, Elektrohämmern und Motorsägen Schutt und festgebackenen Schlamm sowie Baumstämme beseitigten.
Das Team war zum Schluss so eingespielt, dass bis zu 11 Kubikmeter Schutt pro Stunde aus Kellern geborgen wurden. Aufgrund diverser Kontaminationen mussten manche Einsätze unter umluftunabhängigem Atemschutz stattfinden.
Am Sonntagmorgen ging es in Mayschoß weiter, wo aufgrund eines nächtlichen Unwetters Keller erneut ausgepumpt werden mussten. Anschließend wurde der Zug durch das THW bei einem technisch anspruchsvollen Einsatz unterstützt.

Am Sonntagabend kehrte die Mannschaft müde und erschöpft mit dem Gefühl zurück, wenigstens einen kleinen persönlichen Beitrag zur Minderung der immer noch vorhandenen großen Not der Menschen im Unglücksgebiet geleistet zu haben.
„Die Betroffenen vor Ort brauchen aktuell vor allem erstmal tausend helfende Hände“, fasste Zugführer Dominik Hunsänger die Situation vor Ort zusammen.
Im Übrigen habe der Hilfseinsatz das Team mehr zusammengeschweißt, als ein paar Ausflüge in einen Klettergarten.
Viele der Aktiven waren erschüttert über den unvorstellbaren Umfang der Zerstörung. Im Grunde wären noch hunderte solcher Hilfseinsätze nötig, um überhaupt die Grundlagen für einen baldigen Wiederaufbau schaffen zu können.
„Es fehlt an allen Ecken und Enden vor allem an Manpower. Ganz Deutschland redet mittlerweile nur noch über Afghanistan während man den Eindruck hat, dass unsere nur 100 Kilometer entfernt leidenden Flutopfer aus dem öffentlichen Fokus verschwunden sind. Mit Geld alleine wird es nicht getan sein“, so der Kommentar eines sichtlich betroffenen Helfers.
Daher ist geplant, dass bereits im September ein erneuter freiwilliger Hilfseinsatz stattfindet.

Brennende Rundballenpresse steckt 4 ha Feld in Flammen


Am Sonntagnachmittag, 15.08. wurden die Feuerwehr Elz um 15.35 Uhr mit zwei Tanklöschfahrzeugen zur nachbarschaftlichen Hilfe an die Gemarkungsgrenze zwischen Limburg und Holzheim alarmiert.
Dort hatte eine brennende Rundballenpresse ein vier Hektar großes Feld samt Strohballen in Brand gesetzt.
Da Löschwasser in größerem Umfang nötig war, konnte mit den Tanklöschfahrzeugen eine Wasserversorgung für die Limburger Einsatzkräfte im Pendelverkehr hergestellt werden. Dabei hat sich die besondere Geländegängigkeit unserer beiden Tanklöschfahrzeuge erneut bewährt.
Zusätzlich waren neben den Kameraden der Limburger Wehr acht Feuerwehren aus dem Bereich der Verbandsgemeinde Diez bzw. dem Rhein-Lahn-Kreis im Einsatz.

Feuerwehreinsatz auf der A3

Technische Rettung statt „Rauch aus Fahrzeug“

Am Samstagmorgen, 14. August, wurde die Feuerwehr Elz um 07.41 Uhr per Kleinalarm mit dem Einsatzstichwort „Verkehrsunfall, Rauch aus Fahrzeug“ auf die A 3 in Fahrtrichtung Köln alarmiert.
Ein in Aachen zugelassener VW Sharan war bei Kilometer 101 ungebremst auf einen Lkw aufgefahren. Dabei wurde im Fahrzeug eine dreiköpfige Familie -darunter ein Kind- so stark verletzt, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten.
Den Feuerwehrkräften stellte sich die Situation vor Ort völlig anders dar, als gemeldet. Es rauchte oder brannte kein Fahrzeug, dafür war die Pkw-Fahrerin aber durch die Unfall-Mechanik so stark im Pkw eingeschlossen, dass hydraulische Rettungsgeräte eingesetzt werden mussten.
Dabei wurde in Absprache mit dem Rettungsdienst eine so genannte „große Seitenöffnung“ vorgenommen, um sie möglichst schonend zu befreien.
Das gelang sehr zügig, sodass die Frau alsbald einer klinischen Versorgung per Rettungswagen mit Notarztbegleitung zugeführt werden konnte.

Musikalischer Frühschoppen begeistert
Beim „Musikalischen Frühschoppen“ im Jubiläumsjahr des Kulturkreises kamen zahlreiche Besucher in die Elzer Anlagen.

Bei zunächst strahlendem Sonnenschein genossen die Besucher
die fetzige Musik der Basin Street Band aus Beselich, die mit ihrer breiten musikalischen Palette begeisterte.

Nach einem kurzen Schauer der von der Basin Street Band mit dem Song „Singing in the Rain“ begleitet wurde, wurde weiter mit kühlen
Getränken und leckeren Steaks und Würsten gefeiert. Auch Bürgermeister Horst Kaiser gesellte sich zeitweise zur Band und mischte fleißig am Akkordeon mit.

Zahlreiche Ehrengäste wie Landrat Michael Köberle, Landrat a.D. Manfred Michel sowie der Vorsitzende der Gemeindevertretung Matthias Schmidt zählten ebenso zu den Besuchern.

Das umfangreiche Kuchenbuffet fand ebenfalls großen Anklang. Allen Gästen und den fleißigen Helfern des Kulturkreises sei herzlich gedankt.

Ferienspiele Elz – Kooperation 2.0

Coronabedingt mussten leider auch in diesem Jahr wieder Mädchenfreizeit und Zeltlager ausfallen und auch die Ferienspiele, die das Jugendbüro der Gemeinde in jedem Jahr anbietet, konnten wieder nicht in der gewohnten Form stattfinden.

Um den Familien ein wenig Unterstützung bei der Kinder-Ferien-Betreuung zu ermöglichen und den Kindern etwas Abwechslung in der vielen freien Zeit, haben sich Jugendbüro und Pfarrgemeinde wieder zusammengetan und Ferienspiele auf dem Gelände des Pfarrheims in der Lehrgasse veranstaltet.
Ein Waldtag, eine Dorf-Rallye, der Besuch des Schwimmbads und verschiedene Bastel- und Spiel-Angebote standen auf dem Programm. Insgesamt 33 Kinder (und zwei Hunde) nahmen daran teil. Betreut wurden die Kinder von den Gruppenleiter*innen der Pfarrei St. Johannes, Mitarbeiter*innen des Jugendbüros und Praktikant*innen der Adolf-Reichwein-Schule unter der Leitung von Helder Machado, Nora Krebs und Renate Ruß.

Neunte Ausgabe des Wutzkoppfestivals begeistert
Eine richtig tolle Musikparty unter der Schirmherrschaft des CDU-Bundestagabgeordneten Klaus-Peter Willsch wurde an erstmalig zwei Abenden das „Wutzkopp-Festival“ Freitag und Samstag. Jeweils 500 Gäste feierten im Elzer Schwimmbad mit den Bands aus unterschiedlichen Bereichen im Gegensatz zum Vorbild „Woodstock“ trotz Wolken am Himmel trocken bis in den Sonntagmorgen hinein. Alles natürlich Corona-konform, denn wer rein wollte, musste nachweisen, dass er aktuell getestet, genesen oder bereits geimpft ist. Mit wem man auch sprach: die überwiegend Elzer Gäste freuten sich, dass sie endlich nach den Corona-Lockdowns mal wieder in größerer Runde zusammen feiern und einfach bei toller Musik und ein paar Bierchen den Abend genießen konnten. Ausgelassen stimmte zwischendurch der Kirmesburschenjahrgang 2021 sogar das Elzer Kirmeslied und den Kirmesschrei an. Die Jungs und Mädchen hoffen, dass am dritten September-Wochenende die Elzer Kirmes in ähnlicher Form gefeiert werden kann. Zum „Wutzkopp-Festival“ meinte einer der Hauptorganisatoren, Jürgen Wilhelm: „Wir hätten noch mehr Geimpfte reinlassen, pro Abend sicher je 300 Karten mehr verkaufen können, aber wir wollten kein Risiko eingehen“. Eigentlich hatten die Elzer Ortsgruppen von Deutsches Rotes Kreuz, Deutscher Lebensrettungsgesellschaft, der Musikverein „Elzer Musikanten“ sowie die Freiwillige Feuerwehr als Gastgeber dieses Jahr mit den Besuchern Zehnjähriges bei “Wutzkopp“ feiern wollen, „aber letztes Jahr hatten wir“, so Wilhelm, „nur ein Live-Stream-Konzert und das zählen wir nicht“. Dem Orga-Team war aber schon zum Jahreswechsel klar, dass 2021 unbedingt wieder ein „Wutzkopp-Festival“ stattfinden sollte, damit die Veranstaltungsreihe nicht langsam in Vergessenheit gerät. Aufgrund der Zuschauerbegrenzung pro Abend entschied man sich, so Wilhelm, das Festival erstmals auf zwei Abende auszudehnen. Natürlich verursache das mehr Koste, auch wenn durch die vier beteiligten Vereine 140 Dienste mit Ehrenamtlern besetzt werden könnten. Wilhelm dankte, dass die Bands den Organisatoren preislich sehr entgegenkämen, die Elzer Beteiligten sogar in der Regel kostenlos auftreten würden. Schon zwei Wochen nachdem die Karten für 2021 online in den Verkauf gegangen seien, seien die zusammen 1.000 Tickets ausverkauft gewesen. Kein Wunder, da sonst gar 1.500 Menschen an einem Tag zum Festival strömen. Auf der „Wutzkopp“-Bühne durften die Lokalmatadoren der „Mooderlabbe“ und der „Elzkrainer“ nicht fehlen. Eine der bekanntesten Bands der Region, „Hanne Kah“, genoss es, nach eineinhalb Jahren mal wieder live in der alten Heimat spielen zu dürfen. Die Freiendiezerin und mittlerweile Wahl-Mainzerin Hanne Kah, berichtete euphorisch: „Neun Monate konnten wir jetzt nicht spielen. Das heute war wie ein Befreiungsschlag. Ich habe mich gefühlt wie auf dem Abstellgleis, als das ganze Leben plötzlich nicht mehr planbar war“. Livestreams seien, so Kah, zwar auch schön, aber sie brauche die intime Atmosphäre mit dem Publikum. Die direkte Reaktion unter anderem auf die neue Single „Tell me who I am“ war ihr wichtig. Auch Mirko Santocono, der Songwriter aus dem Westerwald, stand mit strahlenden Augen im Backstage-Bereich: „Endlich kann man wieder live auf der Bühne stehen, das erste Mal bei „Wutzkopp“, nachdem ich mehrfach angefragt und immer wieder verschoben wurde“. Santocono will jetzt groß durchstarten, nachdem seine Single „Tanzen“ über Wochen in den Charts war, er große Konzerte als Support von Giovanni Zarrella und Nico Santos vor sich hat. „Rio“ Brückner, der Sänger der Rock-Cover-Band „Inside Out“, verriet offen, dass das für einen Vollblutmusiker eine doofe Situation sei, über Monate nicht proben und auftreten zu dürfen. „Man denkt sich, hoffentlich geht dieser ganze Scheiß bald rum“, gab der Seelbacher Einblick in seine Gefühlswelt. Das Gefühl für die Musik sei aber in den ersten Bandproben gleich wieder da gewesen. Auf der Bühne zu stehen, die Begeisterung der Zuschauer zu spüren, das sei für ihn wie „Wasser und Brot“. Oliver Martin, Sänger der Gruppe „Die Band“ aus Weyer, genoss das „Wutzkopp-Festival“ in vollen Zügen, saß schon nachmittags mit Freunden selbst im Publikum, auch wenn er selbst als Künstler in der Nacht zum Sonntag erst als Letztes dran war. Martin meinte: „Das ist mein zweites Mal als Musiker bei ‚Wutzkopp‘ und das erste Mal seit Corona auf der Bühne. Ich freue mich seit Wochen drauf“. Mit dem Proben sei es sehr knapp gewesen, aber zum Glück habe er ganz schnell wieder reingefunden. Die Organisatoren haben mit der Wahl der sehr unterschiedlichen Acts voll ins Schwarze getroffen. Für jeden war etwas dabei. „Deep Zeppelin“ beispielsweise kamen richtig klasse an mit ihren Klassikern von „Deep Purple“ und „Led Zeppelin“. Mit den rockigen „Dohlemer Boube“ sowie dem Weilburger Peter Grün und seinen Evergreens waren weitere Lokalgrößen der Musikszene am Start.
Im Rahmen des "Wutzkopp-Festivals" fand am Samstag erneut auch eine Oldtimerausfahrt vom Elzer Rathausplatz aus statt, diesmal mit der Rekordteilnehmerzahl von 164 Fahrzeugen. Ab 12:00 h traf man sich rund ums Rathaus begleitet von den rockigen Klängen der Band „Highway“. Am Nachmittag ging es dann über 67 Kilometer durch den Landkreis über Hadamar, Runkel, Villmar, Hünfelden und über Offheim zurück nach Elz mit dem Festivalgelände im Schwimmbad als Ziel.
Aufgrund der Corona-Lage wurde aber auf Zwischenstopps verzichtet. Es kamen dennoch viele Oldtimerfreunde zum Start und Ziel, um die Fahrzeuge zu bewundern. "Wir haben vor acht Jahren mal mit 60 Teilnehmern angefangen", berichtet Organisator Jürgen Wilhelm. "Mittlerweile habe ich 400 Oldtimerbesitzer im Verteiler, die ich rechtzeitig vorher anschreibe."
Es waren wahrlich interessante Fahrzeuge dabei, das älteste ein Motorradgespann aus dem Jahr 1937, dicht gefolgt von einem US-amerikanischen Buick Special als ältestes Auto aus dem Jahr 1938. Ein Citroën 11 CV von 1950 war ebenso am Start wie der ehemalige Dienst-VW des Bischofs von São Paulo in Brasilien. (rok)

12. Elzer Cup im Golfclub Westerwald
Aufgrund der schlechten Wettervorhersage verzeichnete der 12. Elzer Cup im Golfclub Westerwald in Dreifelden lediglich eine Beteiligung von 65 Startern.
Entgegen aller Erwartungen blieb der angekündigte Regen aus und es wurde ein wunderschöner Turniertag. Fairways und Grüns waren bestens präpariert.
Folglich gab es einige Unterspielungen. Das beste Ergebnis erzielte bei den Damen Monika Alberts mit 29 und bei den Herren Karlheinz Lahnstein mit 24 Bruttopunkten.

In der Klasse A –Handicap bis 17.5 siegte Karlheinz Lahnstein mit 42 Nettopunkten gefolgt von Uwe Dillenberg (38), Tatjana Bader (37 und Katja Streckbein (36).
Die Klasse B –Handcap 17.6 – 24.0 gewann Dr. Carolin Weitzel mit 43 Nettopunkten, gefolgt von Thomas Eustace (36), Manfred Düring (36) und Henning Freyn (35)
In der Klasse C –Handycap 24.1 bis 54,0 hatte Rainer Wolf mit 37 Nettopunkten die Nase vorne. Es folgten Claudia Raab (36), Jakob Streckbein (36) und Beate Nink (35)

Gesponsert wurde das Turnier von Clubmitgliedern aus Elz, die Preise wurden von einem heimischen Golfausrüster gespendet. Im Halfwayhouse gab es eine leckere Rundenverpflegung mit Getränken Kuchen und Würstchen. Traditionell wurden an Loch 18 beim Vergleichen der Scorekarte kühle Getränke ausgeschenkt.
Alles in allem war es ein gelungenes Turnier. Alle Beteiligten waren angetan von der guten Organisation. Der Tag endete mit der Siegerehrung und der Preisverteilung.

Bildunterschrift von links nach rechts:
Ingrid Friedrich, Karlheinz Lahnstein, Katja Streckbein, Rainer Wolf, Henning Freyn, Benno Klöckner, Dieter Eidt, Thomas Eustace, Tatjana Bader, Manfred Düring, Claudia Raab, Monika Alberts, Uwe Dillenburger, Dr. Carolin Weitzel , Beate Nink

Hochwassereinsatz in der Eifel
Beim Jahrhunderthochwasser in der Eifel im nahen Rheinland-Pfalz waren auch acht Helfer aus den DRK-Ortsverein Elz im Einsatz – alle sind mittlerweile wieder wohlbehalten zurückgekehrt.
Dieser Einsatz wird den ehrenamtlichen Sanitätern wohl noch lange im Gedächtnis bleiben: als Teil eines Hilfskontingents des hessischen Katastrophenschutzes verlegten die ersten fünf Elzer Helfer am 17. Juli in das Katastrophengebiet. Zusammen mit Einsatzkräften des DRK-Ortsvereins Frickhofen und Kameradinnen und Kameraden des DRK-Kreisverbandes Oberlahn bildeten sie eine gemeinsame Transportgruppe mit vier Krankentransportwagen Typ B, die um einen Kommandowagen als Führungsfahrzeug ergänzt wurde.
Insgesamt sammelten sich an diesem Samstagnachmittag zunächst zwölf dieser Transportgruppen aus dem gesamten Land Hessen auf dem Limburger Markplatz, so dass sich gegen 16.00 Uhr rund 50 Fahrzeuge mit ca. 150 Einsatzkräften in Richtung Nürburgring – der als zentraler Sammelraum für die externen Hilfskräfte dienen sollte – in Marsch setzten. Im Schadensgebiet übernahmen die Helferinnen und Helfer schließlich innerhalb der nächsten fünf Tage Krankentransporte im Katastrophengebiet und stellten im Verbund mit anderen Einheiten die Grundsicherung der Bevölkerung und den unzähligen Einsatzkräften sowie freiwillig Helfenden in verschiedenen vom Hochwasser betroffenen Orten sicher.
Das Bild, das sich den eingesetzten Helfern vor Ort bot, können Aufnahmen aus der Medienberichterstattung nur eingeschränkt wiedergeben. Das außergewöhnliche Hochwasser mit Pegelständen von sieben Metern und mehr über Normal hinterließ eine Schneise der Verwüstung im Ahrtal. Über viele Kilometer hinweg war bzw. ist die Infrastruktur komplett zerstört. Derlei Schadensbilder an Gebäuden, Straßen und Bahnstrecken kannte man bis dato nur aus einschlägigen Filmen oder weit entfernten Katastrophengebieten. Welche Auswirkungen diese Geschehnisse auf Einsatzkräfte, aber vor allem auf die Betroffenen im Katastrophengebiet hat, mag man sich kaum vorstellen.
Trotz dieser Szenen nehmen die aus Elz eingesetzten Helfer aber auch positive Erfahrungen aus dem Einsatz mit. Vor allem sei die Dankbarkeit der Bevölkerung in jedem Moment spürbar und erfahrbar gewesen. Daneben imponierte die schlicht uneingeschränkte gegenseitige Unterstützung der eingesetzten Helferinnen und Helfer über die Organisationsgrenzen hinweg.
Der Gesamteinsatz im Ahrtal zieht sich bis heute hin. Die Aufräumarbeiten werden sich zweifelsfrei noch über Wochen und Monate hinweg ziehen. Bis wieder ein "normales" Leben ins Ahrtal zurückkehrt, werden Jahre vergehen. An dieser Stelle appellieren wir an Ihre Spendenbereitschaft und verweisen auf die Seite des DRK-Bundesverbandes: www.drk.de

Zur Auswahl an Bildern:
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Blick in das teilzerstörte Altenahr.
hochwasser_eifel_danke.jpg
Den Helferinnen und Helfern schlug jederzeit Dankbarkeit entgegen.
hochwasser_eifel_abmarsch.jpg
Transportgruppe aus dem Landkreis Limburg-Weilburg beim Abmarsch aus dem Bereitstellungsraum am Nürburgring ins Schadensgebiet

Bürgermeister gratuliert Vize-Europameisterin

Bürgermeister Horst Kaiser gratulierte Mei Li Folk, der frischen Vize-Europameisterin im Boxen. Am 11. Juli erkämpfte sie sich diesen Titel bei den EUBC Junior in Tbilisi, Georgien in der Altersklasse U17, Gewichtsklasse W54kg.
Alle erfolgreichen Sportler und Sportlerinnen der Gemeinde werden bei der Sportlerehrung geehrt, doch bei diesem Titel sei es ihm wichtig, vorher vorbeizukommen und zu gratulieren, so Horst Kaiser. Er zeigte sich sehr beeindruckt von der jungen Sportlerin, die seit sechs Jahren boxt. Neben Blumen und Geschenken erhielt Mei Li auch die Ehrenurkunde der Gemeinde Elz für diese besondere sportliche Leistung.
Kurz vor ihrem 10. Geburtstag hat sie mit diesem Sport begonnen. Vorher begleitete sie ihren Vater immer zum Kampfsporttraining und stieg dann auch ins Training ein. Viele Jahre trainierte sie in Limburg und inzwischen in Wiesbaden. Sie ist zudem im Landeskader Hessen.
Vor dem finalen Kampf gegen eine russische Boxerin musste Mei Li Folk drei Vorrunden bestreiten, die sie alle grandios für sich entschied. Sie gewann gegen Boxerinnen aus der Türkei, Italien sowie Serbien. Jeder Kampf geht über drei Runden á zwei Minuten mit jeweils einer Minute Pause dazwischen. Der Kampf gegen die Russin war nicht eindeutig und das Ergebnis sehr knapp. Doch Mei Li hat bereits das nächste Ziel vor Augen. Dies sind die Olympischen Spiele 2024 in Paris. Und auch ihre Zukunft sieht sie im Sport. Sie würde sehr gerne Profiboxerin werden und sich da einen Namen machen.
Horst Kaiser wünscht ihr alles Gute für ihren weiteren Weg im Box-Sport.

Foodtruck-Meile in Elz
Auch wenn nicht durchgehend Hochbetrieb herrschte: Die Foodtruckmeile kam gut an. Das lag nicht nur am Essen und Trinken – wobei viele der kreativen Speise-ideen sehr gelobt wurden, sondern auch daran, dass rund um den Elzer Rathausplatz ein ganz unkomplizierter Treffpunkt geschaffen wurde. Unkompliziert nicht etwa wegen mangelnder Corona-Regeln. Im Gegenteil, das Team des Veranstalters sorgte für entspannte Stunden dank Sicherheitsmaßnahmen. Zu verdanken war die gute Atmosphäre aber auch den Marktbeschickern, die ihren Gästen je nach Wunsch den Aufenthalt versüßten oder deftig verschönten.
Insgesamt 14 Gastronomen hatten ihre modernen Garküchen aufgebaut, jeder kam mit eigenen Spezialitäten. Die weiteste Anreise dürften Sabine und Matthias Rümelin gehabt haben. Das sympathische Ehepaar aus dem Schwarzwald hatte es sich nicht nehmen lassen, Elz mit seinen Spezialitäten aus der Kartoffelschmiede zu beglücken. Gefüllte Kartoffeln mediterran, orientalisch, mit Lachs oder Badischem Dreierlei lockten. „Diese Spezialität heißt Kumpir, ein Gericht, das aus dem Balkan kommt“, erzählt Matthias Rümelin. „Das Innere einer großen gebackenen Kartoffel wird mit Käse, Olivenöl, Salz und Gemüse, Salat, Fleisch oder Fisch gefüllt – das gibt es in allen Variationen!“„Der Renner sind aber unsere Knoblauchkartoffeln“, verriet Sabine Rümelin lachend. Sie und ihr Mann sind erst seit vergangenem Jahr zur Marktbeschicker-Gilde gestoßen, allerdings ist Matthias Rümelin gelernter Koch. Er bereitet alle Soßen und Füllungen frisch zu, die Kräuter kommen fast immer aus dem eigenen Garten. Bei ihm, wie bei vielen anderen mobilen Garküchen, wird ohne Farb- und künstliche Geschmacksstoffe gearbeitet.
Die Rümelins fühlten sich jedenfalls sehr wohl in Elz. „Es ist so schön, wieder unter Leuten zu sein“, freut sich Sabine Rümelin, die einen Tag nach ihrem Mann anreiste, da sie die beiden jüngeren Kinder noch zu Freunden gebracht hat. Beide lobten das nette Publikum, das aus der weiten Region kam.
Mund-Propaganda vom Feinsten
Wer über den Rathausplatz schlenderte, entdeckte noch viele, viele andere Spezialitäten, von mediterranen Panini über Flammkuchen, Pastrami NY-Style, Nackensteak in Schwarzbier-Sauce, aber auch raffinierte Hamburger-Variationen wie Drei-Käse-Hoch, Barbecue und Chili-Cheese, außerdem auch außergewöhnliche Getränke. Die Marktbeschicker machten ihrer Berufung sogar mit den Namen alle Ehre – die Geschmacksvagabunden warben beispielsweise mit „Mundpropaganda“. Da wusste jeder gleich, was die Uhr geschlagen hatte.
Tische und Bänke sorgten von morgens bis abends für ein buntes Bild auf diesem besonderen Marktplatz. Die späten Stunden wurden mit Livemusik verschönt. Veranstalter Eric Schöder hatte „Saunaprojekt“, „D. Kings Club Band“, „Miss Sunday“ und „The Kolbs“ engagiert, hinzu kam das tab (theater am bach).
Unterhaltung boten Karussell und Kutschfahrten am Sonntag, für die der Gewerbeverein gesorgt hatte. Schmerzhaft an Corona erinnerte nur die viele Meter lange schwarze Folienwand, die das Ratscafé vom Brunnen und Festplatz abteilte – hoffentlich geht es das nächste Mal ohne!

Bildunterschrift: Auch Schnuffi durfte mit – die Foodtruck-Meile auf dem Elzer Rathausplatz war drei Tage lang ein angesagter Treffpunkt.

Powerfrauen zu Besuch bei der Feuerwehr


Zu Beginn der ersten Präsenz-Übung der Elzer Feuerwehr statteten die Powerfrauen des Elzer Gewerbevereins den Aktiven einen Kurzbesuch ab.
Sowohl die Einsatzabteilung als auch der Gewerbeverein sind froh, dass die Corona-Zahlen aktuell wieder auf niedrigem Niveau sind und sich wieder eine gewisse Normalität im täglichen Tun entfalten kann.
Die Zusammenarbeit und die gegenseitige Unterstützung ist mittlerweile schon eine schöne Tradition und so kam die gut gelaunte Abordnung unter Führung von Beate-Seibert Simon auch nicht mit leeren Händen:
Gut gefüllte Körbe mit leckeren Back- und Wurstwaren aus Elz sorgten für eine willkommene Stärkung der Feuerwehr-Aktiven im Anschluss an die gut besuchte Übung.
Wehrführer Hilmar von Schenck bedankte sich für die gelungene Überraschung und betonte den traditionell guten Zusammenhalt in Elz, besonders wenn es um die Dorfgemeinschaft geht.

Schulwettbewerb
Sonderpreis Schule für Erlenbachschule
Strahlende Siegerinnen und Sieger: Die Erlenbachschule gewinnt im bundesweiten Schulwettbewerb „Echt kuh-l!“ vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft den Sonderpreis Schule. Ihr Wettbewerbsbeitrag unter dem Motto „Obst und Gemüse – Bunte Schatzkiste der Natur“ begeisterte die Jury.
Für den Schulwettbewerb „Echt kuh-l!“ war es das zweite Wettbewerbsjahr in der COVID-19 Pandemie. Und dennoch beteiligten sich in diesem Jahr rund 1.800 Schülerinnen und Schüler der Klassen 3 bis 10 am Schulwettbewerb „Echt kuh-l!“. Knapp 400 vielseitige Gestaltungs-, Medien- und Projektarbeiten wurden eingereicht. Die Jury war begeistert von den ideenreichen und inhaltsstarken Beiträgen und beeindruckt vom großen Engagement der Teilnehmenden.

Unter dem Titel „Obst und Gemüse – Bunte Schatzkiste der Natur“ entwarfen die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflicht Kurses 7 gemeinsam mit dem Schülerteam des Kurses Schüler-kochen-für-Schüler aus dem Jahrgang 10 einen Videobeitrag mit verschiedenen Arbeiten im Schulgarten, der Schulküche und der coronabedingten Heimarbeit. An der Erlenbachschule arbeiten der Schulgarten und die Schulküche Hand in Hand. Das Beste daran ist, dass die Schülerinnen und Schüler keineswegs nur daneben stehen und beobachten. Sie ackern, pflanzen, säen und ernten ihr eigenes Obst und Gemüse im hauseigenen Schulgarten, um dann in der Schulküche dreimal in der Woche das Mittagessen mit der Ernte zuzubereiten, und das für bis zu 60 Mittagsgäste. Für den Wettbewerb entwickelten die Schülerinnen und Schüler Videobeiträge von Kochsequenzen und untermauerten ihr Tun mit Fachwissen zu den einzelnen verwendeten Obst- und Gemüsesorten. Hierbei entstanden nicht nur leckere Gerichte, die alle Zuhause begeisterten, sondern es entstand auch ein gemeinsames, jahrgangsübergreifendes Projekt, welches trotz der coronabedingten Einschränkungen die Stärke der Schulkultur an der Erlenbachschule widerspiegelt. Als Umweltschule wird an der Erlenbachschule die Ernährungs- und Umweltbildung mit den Schülern gemeinsam gelebt, um diese für eine nachhaltige Lebensweise von uns allen zukünftig zu begeistern.
Die Gewinnerinnen und Gewinner freuen sich nun über ein Preisgeld von 500 Euro. Wofür das verwendet wird, da waren sich die Schülerinnen und Schüler sofort einig: der Schulgarten wird um ein Hühnerhaus erweitert, so dass die Tierbeobachtung, die artgerechte Tierhaltung und die Verwendung der Hühnereier auch noch in dem Portfolio der Umweltschule eingebunden werden können.
Caterina Hendel, Leiterin des Schwerpunkts Umweltschule, lässt sich von dieser Begeisterung anstecken: „Der Wettbewerb hat bei den Schülerinnen und Schülern zu einem neuen Verständnis für die Zusammenhänge von Klimawandel und Landwirtschaft geführt. Die Projektarbeit hat allen wirklich viel Spaß gemacht. Umso mehr freuen wir uns, dass ihr Projekt jetzt bundesweit Anerkennung fand.“

Zusatzinformation:
Der Schulwettbewerb „Echt kuh-l!“ beschäftigt sich grundsätzlich mit nachhaltiger Landwirtschaft und Ernährung sowie dem Ökolandbau und setzt jährlich thematische Schwerpunkte. Er ist ein Wettbewerb des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft – initiiert und finanziert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.
Weitere Informationen zum Wettbewerb und alle Gewinnerbeiträge gibt es unter www.echtkuh-l.de.

Blitzschlag zerstört Baum und Dach


Bei einem heftigen Unwetter schlug am Sonntagnachmittag ein Blitz "Im Mehlpfuhl" in Elz in eine Lärche und zersplitterte diese zur Hälfte. Dabei sprang der Blitz auch auf ein unmittelbar daneben stehendes Dach eines Wohnhauses über und zerstörte es in Teilen. Die Straße wurde zudem komplett von Baumteilen blockiert.
Die um 13.22 Uhr alarmierte Feuerwehr rückte unter anderem mit der Drehleiter aus und entfernte lose hängende Äste, die herab zu stürzen drohten und auch auf dem Hausdach lagen. Zudem erfolgte mithilfe der Wärmebildkamera eine äußere und innere Kontrolle des Gebäudes auf etwaige Brandfolgen des Blitzschlags.
Die Feuerwehr räumte die Straße und unterstützte bei der Notreparatur des Daches mit der Drehleiter.

Mit dem E-Bike durch das Kerkerbachtal

Am Samstag, den 26. Juni 2021 startete die E-Bike Tour des Elzer Kulturkreises
in Richtung Westerwald. Los ging es um 9.00 Uhr auf dem Hirtenplatz über den Radweg R8 bis nach Hintermeilingen. Hier fand die erste Rast statt. Die kath. Kirche in Hintermeilingen konnte besichtigt werden. Hinter der Kirche ging es weiter auf den Kerkerbachradweg und somit auf die Spuren der ehemaligen Kerkerbachbahn. Vorbei ging die Tour am Lokdenkmal und den Original Loren der Tongrube Maria in Heckholzhausen. Weiter kam die Gruppe an einem Marmorsteinbruch und dem ehemaligen Gleisanschluss der Fa. Dyckerhoff vorbei. Ebenso besichtigten alle das Mundloch der ehemaligen Grube Magnet und die Grube Eisensegen. Gegen Mittag kehrten die Teilnehmer in die Hofener Mühle ein. Bei sonnigem Wetter gab es dort leckeres vom Grill und frischen Kuchen. Herr Dorn der Mühlenbesitzer erzählte die Geschichte der Mühle und die Teilnehmer konnten das Innere der Mühle besichtigen.

Alle Teilnehmer hatten viel Spaß an der Tour und hoffen auf eine neue Tourenplanung im nächsten Jahr.

Brandschutzerziehung beim katholischen Kindergarten St. Martin


Nach einer langen Corona-Zwangspause sind die Brandschutzerziehungs-Aktivitäten der Feuerwehr Elz wieder angelaufen.
Am letzten Freitag und Samstag nahm der katholische Kindergarten St. Martin das bewährte Angebot mit rund 20 Kindern, aufgeteilt in zwei Gruppen, wahr. Alles unter freiem Himmel und mit viel Abstand.
Der Themenkomplex umfasste dabei das richtige Verhalten im Brandfall inklusive absetzen eines Notrufs, aber auch Heimrauchmelder und Brandverhütung.
Den Abschluss bildete ein von den Erzieherinnen begleiteter Besuch der Feuerwache im Sandweg, bei dem Feuerwehrfahrzeuge und Schutzkleidung der Feuerwehrleute zum Anfassen gezeigt wurden. Höhepunkt war für die, die wollten, eine Fahrt im Rettungskorb der Drehleiter in luftig-erfrischende Höhe.
Allen Beteiligten hat´s Spaß gemacht!

Summer Music Livestreams
An zwei Samstagen im Juni sendete Diamond Media Events zwei Summer Music Livestreams mit Livemusik, Livetalks und Unterhaltung aus dem Elzer Bürgerhaus.
Am 12. Juni ab 20 Uhr durften sich die Zuschauer auf Livetalks mit Bundestagspolitiker Alexander Müller sowie auf Thomas Neu vom Landessportbund Hessen freuen. Mit beiden sprachen die Moderatorinnen Konstanze Neu-Müller und Ulrike Wingenbach über die aktuelle Situation und die Sicht auf die Zukunft. Auch Bürgermeister Horst Kaiser wurde im Voraus interviewt. Auch er sieht optimistisch in die Zukunft. Die musikalische Unterhaltung am Abend erfolgte durch die Liveband Saunaprojekt, die mit aktuellen Songs sowie mit Evergreens begeisterte. Bei den heißen Temperaturen kam eine Liveschalte in das Cocktailtaxi von Shake It gerade recht. Dort zeigte Inhaber Andre Werner, wie sein Cocktailtaxi funktioniert. Auch die Gäste im Studio durften sich zu später Stunde auf kühle Cocktails freuen. Um die 3000 Zuschauer verfolgten die Sendung an den Bildschirmen.
Den letzten Summer Music Livestreams konnte man sich am letzten Samstag anschauen. Mit einer Live-Grillshow, die bereits im letzten Jahr sehr gut ankam, begeisterten Tobias und Nils Kimmel von BBQ County mit einer leckeren Pizza aus dem Grill. Dazu sang Bud Charlesman unter freiem Himmel Musikklassiker in seinem ganz eigenen Stil. Im Inneren des Bürgerhauses fand ein Livetalk mit dem Bundestagsabgeordneten Martin Rabanus statt. Auch er wurde nach seiner Sicht auf die aktuelle Situation gefragt. Außerdem unterhielt man sich über viele gesellschaftliche Themen. Ein weiterer Gast des Abends war Kultbademeister Andreas Schilling, der in seinem Talk viele interessante Stories aus seinem Leben erzählte. Landrat Michael Köberle wurde vorab interviewt, indem die Moderatorinnen zu Ihm ins Büro kamen. Die Musikalischen Höhepunkte brachte die Liveband The Kolbs, die mit einer einzigartigen Performance begeisterte mit. Beide Sendungen sind weiterhin online abrufbar.
Mit 5000 Zuschauern war der Abend ein erfolgreicher Abschluss der Sendungsreihe. Mit den beiden Sendungen sendete Diamond Media Events seit Beginn der Pandemie insgesamt 24 Livestreamsendungen. Eine weitere Sendung möchte man jedoch nicht senden, sondern sich auf Liveevents konzentrieren und das möglich machen, was unter aktuellen Auflagen möglich ist, teilt Eric Schröder von Diamond Media Events mit.

Night auf Light 2021

Elzer Kirchturm als rotes Leuchtfeuer

Am Dienstag, den 22. Juni fand zum zweiten Mal die Deutschlandweite Aktion Night of Light statt. Circa 2000 Gebäude und Sehenswürdigkeiten wurden zur Aktion rot illuminiert. Elz war zur Aktion erneut mit der Illumination des Kirchturms vertreten, der durch Diamond Media Events beleuchtet wurde. Einige Schaulustige fanden sich auf dem Rathausplatz ein, um sich dieses Spektakel nicht entgehen zu lassen.
Die in Rot strahlenden Gebäuden sollten auf die andauernde Situation der Veranstaltungsbranche aufmerksam machen, die sich immer noch nicht vollständig von den Coronafolgen erholt hat. Noch immer gibt es Einschränkungen auf Großveranstaltungen, wie Messen, Konzerten, Kongressen etc.
Eric Schröder von Diamond Media Events sieht im Sommer eine Chance auf ein Stück weit Normalität. Mit den geringen Zahlen könne man einige Veranstaltungen bereits mit einem entsprechenden Hygienekonzept durchführen. Auf die Normalität müsse man aber vermutlich noch etwas warten, so Schröder.

Ganz schön was los im „Kinder-Garten“…

Pandemie und nichts ist mehr wie früher, aber die Lollipopkinder versuchen das Beste daraus zu machen.
Gruppenweise wird Dienstag und Donnerstag der Garten im Mittelfeld besucht.
Kitamaus Trudi ist immer dabei und neben Naturkaufladen, Ponyreiten und Chill-Ecken, gibt es viele tolle Sachen zu entdecken. Z.B. die wunderschöne Blumenwiese und jede Menge Insekten auf dem Weg.
In der Kita sind Insekten ebenfalls ein Thema. Die Vorschulkinder lernen alles rund um die Ameise Fred, experimentieren, bauen ein „Ameisenhaus“ und heben einen Schatz.
Mit Trudi Kitamaus gibt es ein Bohnenprojekt und so nebenbei gab es Wissenswertes über Regenwurm Wolle, Raupe Rudi und Assi Assel zu erfahren.
Die Hochbeete in der Kita müssen gepflegt werden und die ersten Erdbeeren, Gurke und Salat wurden verputzt.
Passend dazu beschäftigen sich die Spürnasen mit gesundem Essen und Zahnpflege.
Jetzt warten alle Kinder nur noch darauf, dass wir alle zusammen wieder singen und Sport machen dürfen, dann kann das Sommerprogramm starten.

Kulturkreis lud zur Kultwanderung ein

Bei idealem Wanderwetter lud der Kulturkreis Elzer Bürgerhaus e.V. am Samstag, den 12. Juni 2021 zur Kultwanderung ein. Die wanderlustigen Mitglieder und Freunde des Kulturkreises starteten in Oberneisen an der Rundkirche, die zuvor besichtigt wurde. Zunächst ging es zu einem kleinen See dem sogenannten „Roten Meer“ und danach auf den Mensfelder Kopf.
Hier konnten alle Wanderer den Blick in Richtung Westerwald und den Taunus genießen.
Weiter ging es in Richtung Linter und über den Greifenberg vorbei an der Josef-Bielefeld-Hütte nach Limburg zum Tal Josaphat. An der Kreuzkapelle wartete der Küster und es gab Erläuterungen zur Geschichte der Kapelle. Für den Rückweg nach Elz begaben sich die Teilnehmer zum Bahnhof und nahmen den Zug zurück.
Allen Wanderern gefiel diese tolle Wanderung mit kulturellen und auch landschaftlich reizvollen Ausblicken.

Infrarot-Heizstrahler für die Feuerwehr
Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Elz hat mit Unterstützung der
Volksbank Rhein-Lahn-Limburg einen Infrarot-Heizstrahler für Feuerwehreinsätze angeschafft.
Die Wärmequelle kann zum Wärmeerhalt von verletzten Menschen, beispielsweise bei eingeklemmten Unfallopfern eingesetzt werden. Der Wärmeerhalt für diese Betroffenen ist -nicht nur im Winter- ein wichtiges Thema.
Bislang wurden dazu Flutlichtstrahler der Feuerwehr zweckentfremdet eingesetzt, die jedoch in ihrer Wärmestrahlung nicht regulierbar sind. Zudem beeinträchtigt das grelle Licht Opfer und Retter gleichermaßen.
Der Heizstrahler findet künftig aber auch zum Gesundheitsschutz von Einsatzkräften Anwendung, wenn sie beispielsweise nass geschwitzt aus dem Atemschutz-Einsatz zurückkommen.
Der Strahler ist robust gebaut und kann auf Standard-Stative der Feuerwehr aufgesetzt werden. Mit einem Tragegurt ist aber auch die flexible Handhabung durch eine Einsatzkraft in unwegsamen Situationen möglich.
Gemeindebrandinspektor Hilmar von Schenck dankte den Spendern, insbesondere dem Fördervereins-Vorsitzenden Heinz Kunz und der Elzer Volksbank-Geschäftsstellenleiterin Stephanie Wüst, für das neue Gerät, dass nicht nur den Patienten, sondern auch den Einsatzkräften im Ernstfall hilft und somit „doppelt wertvoll“ ist.
Auch in den aktuellen Corona-Zeiten, wo ansonsten alles andere „runtergefahren“ wird, müsse die Feuerwehr jederzeit voll einsatzbereit und handlungsfähig bleiben. Das erfordere bei den ehrenamtlichen Einsatzkräften nicht nur strenge Selbstdisziplin, sondern regelmäßig auch Mut, in unklare Situationen hineinzugehen.
Deshalb sei er hocherfreut, dass die eindringlichen Appelle der letzten Wochen erfolgreich waren und nunmehr 54 Einsatzkräfte in Elz mindestens erstgeimpft sind.

Fronleichnam 2021 – der etwas andere Feiertag
Auch in diesem Jahr konnte die Fronleichnamsprozession nicht in der gewohnten Form stattfinden. Dafür gab es Fortschritte beim Gottesdienst:
Nachdem bekannt wurde, dass ab dem 29. Mai bei Freiluft-Gottesdiensten wieder gesungen werden darf und keine Masken am Sitzplatz getragen werden müssen, hat der Pfarrgemeinderat sehr kurzfristig beschlossen, den Fronleichnamsgottesdienst auf den Hirtenplatz zu verlegen. Damit das möglich wurde, haben viele mitgemacht: PGR und Kirmesburschen richteten den Platz her und stellten Bänke und Stühle, die Gemeinde stellte Platz und Lautsprecheranlage zur Verfügung und half, vertreten durch den Bürgermeister, am Morgen tatkräftig mit, das Pfarrsekretariat kümmerte sich um die meiste Orga im Hintergrund, der Küster sorgte dafür, dass alles Notwendige nach draußen kam, Josef Michel spielte E-Piano, Messdienerinnen und Messdiener erschienen, eine kleine Abordnung der Kommunionkinder beteiligte sich am Gottesdienst… Die 50 Bänke waren am Ende gut gefüllt, so dass nach langer Pause mit kräftigem Gesang und bei sonnigem Wetter ein sehr schöner Gottesdienst draußen gefeiert werden konnte.
Daran schloss sich wie im vergangenen Jahr ein „Fronleichnamsspaziergang“ an.
Von Herzen danken wir allen, die sich beteiligt haben:
ausdrücklich der Feuerwehr für die Sicherung des deutlich längeren Prozessionsweges, der Abordnung der Elzer Musikanten; Antonia Michel und Stefan Dernbach für den wunderbaren Gesang während des Gangs durch das Dorf, den Vertretern der Kirmesburschen und den Kommunionkindern, die sich unterwegs abwechselten, den Messdiener*innen und dem Küster, den Nachbarschaften und Familien, die den erweiterten Prozessionsweg so liebevoll geschmückt hatten, den Kindern, die die Straßen und Gehwege vielfältig verziert und Blüten auf dem Weg verteilt haben,
und allen, die irgendwie sonst zum Open-Air-Gottesdienst und zu unserem „Fronleichnamsspaziergang“ beigetragen und Jesus am Straßenrand und in den Fenstern empfangen haben!
Es war auch in diesem Jahr ein beeindruckendes Erlebnis!

Vergelt’s Gott!

Livestream mit Bierprobe und „Tanz in den Mai“ der KB 21
Beim „Stream in den Mai“ aus dem Elzer Bürgerhaus haben Freitagabend 1.000 Interessierte im Laufe des Abends reingeklickt, wie Eric Schröder von Diamond Media Events zufrieden berichtete. Die Kirmesburschen (KB) 2021 als Gastgeber hatten tagsüber vor dem REWE-Markt noch die restlichen von 500 Probierpaketen der Brauerei Hachenburger verkauft. Mit den nötigen Erläuterungen direkt aus dem Inneren der Brauerei machte es viel Spaß, die verschiedenen Sorten vom Weizen über den Zwickel bis hin zum Westerwaldbräu und Schwarzbier mal daheim im Wohnzimmer gemütlich zu testen. Ansonsten gab es bis nach Mitternacht Musik der „Wolpertinger Buam“, der „Dohlemmer Boube“ sowie von David Fachinger. Die Talkrunden mit vielen interessanten Gästen moderierten die Elzer Zwillinge Konny Neu-Müller und Ulrike Wingenbach. Pfarrer Steffen Henrich berichtete, dass er erst einmal eine richtige Elzer Kirmes mitgefeiert habe. Denn letztes Jahr habe es durch Corona ja schon starke Einschränkungen gegeben. Doch der eigentliche Mittelpunkt, der Geburtstag der Kirche, habe ja durch einen Gottesdienst gefeiert werden können. Henrich lud die Menschen ein, einfach mal in Ruhe in die Kirche zu gehen, Gott seine Sorgen zu berichten und eine Kerze anzuzünden. Bei der Vorbereitung einer Kirmespredigt schaue er, dass er die Kirmesburschen wach bekomme und vor allem wachhalte. Henrich war selbst in seinem Heimatort im Frankfurter Raum früher mehrfach „Kerbebursch“, „aber ein vernünftiger, der wenig getrunken hat“. Dominik Sommer, Vorsitzender der KB 2021 verriet, dass es schon Pläne für die Kirmes im Herbst gebe. Diese wollte Sommer aber noch nicht öffentlich machen, da ja noch keiner wissen könne, wie am dritten September-Wochenende die Corona-Bestimmungen sein werden. Normale Freien werde es aber die kommenden Monate bei den aktuellen Infiziertenzahlen sicher nicht geben. Der Vorsitzende der KB hofft, dass wenigstens Gemeinschaftsfreien möglich sein werden. Und er wünscht sich natürlich für alle Elzer, dass durch die Impfungen bis Sommer die Bestimmungen wieder gelockert werden können. „Jeder wünscht sich eine normale Kirmes. Die Elzer Kirmes ist für mich die schönste der Welt“, sagte Sommer. Wenn mehr gehe als 2020, sei das aber schon ein Fortschritt. Sommer bedauerte es, dass sich zum „Stream in den Mai“ nicht sein ganzer Jahrgang im Bürgerhaus treffen dürfe. Die Treffen seien ja die Würze des Ganzen. Doch die Jungs im Jahrgang würden sich so gut verstehen, dass die Gemeinschaft nicht unter den fehlenden Treffmöglichkeiten leide. Daniel Mörsdorf, Baumstell-Meister in Elz, erzählte, dass seine eigentliche berufliche Aufgabe bei der Gemeinde sei, Bäume zu fällen. Der Elzer Kirmesbaum stamme auch immer aus dem Elzer Wald. Für die Spitze habe man die letzten Jahre aber nicht mehr Fichte, sondern Nordmann-Tanne genommen. Mörsdorf erzählte, dass es vom Abholen der Kirmesburschen bis zum gestellten baum immer so um die drei Stunden dauere. Natürlich schließe die Gemeinde fürs Baumstellen eine Versicherung ab. Doch Mörsdorf kann sich an keinen Fall erinnern, wo der Baum am Ende des Abends nicht korrekt gestanden habe. Dass aber schonmal eine Spitze teilweise abgebrochen sei oder eine Stütze heruntergefallen, das habe es schon gegeben. Der „Spielertrainer“ der „Wolpertinger“, Axel Elsemüller zeigte sich im Talk dankbar, dass seine Band als eine von wenigen Bands im letzten Jahr einige Auftritte gehabt habe. Mit Live-Publikum sei es aber viel schöner für die Musiker, als online zu spielen. „Wir brauchen das Feedback des Publikums und wünsche uns wieder Normalität“, erklärte der Bandmanager. „Uns wird aber nicht langweilig“, meinte Elsemüller. Das mehr an Freizeit nutze die Band, um an einem neuen Programm zu arbeiten und das das fertige neue Album zu beenden. Zusammen mit der Hachenburger-Brauerei sei auch das Werbesong „Wir hopfen nur das Beste“ produziert worden. Falls die Corona-Beschränkungen im Laufe des Jahres noch aufgehoben werden sollten, planen die „Wolpertinger Buam“ noch einiges. Es gebe Anfragen für Oktoberfeste in den USA sowie in Raumfahrtanzügen im Cape Canaveral zu spielen. Auch freuen sich „Die Wolpis“ auf einen Auftritt im „ZDF Fernsehgarten“. Zwischendurch gab es immer wieder nicht immer einfach zu lösenden Quizfragen für die Zuhörer daheim. Sie mussten beispielsweise wissen, wie das Maskottchen der aktuellen Kirmesburschen heißt und welche Fahnen zu Kirmes an der Elzer Kirche gehisst werden. Als Belohnung für die richtigen Lösungen gab es als Hauptpreise einen Grill sowie REWE-Warengutscheine. Mit dem eingespielten Kirmeslied und Kirmesschrei wurde die Show dann um 0.30 Uhr beendet. (rok)

Bildunterschriften:
Bild 1: Konny Neu-Müller und Ulrike Wingenbach beim Talk mit KB-Sprecher Dominik Sommer (v.l.).
Bild 2: Die "Wolpertinger Buam" sorgten im Livestream für gute Stimmung bei den Gästen daheim.
Foto: Klöppel
Bild 3: Dominik Sommer musste im Bürgerhaus die Bierprobe ohne seine Jahrgangskollegen absolvieren.

Kirchweihfest in Malmeneich

Bei herrlichem Wetter fand am vergangenen Sonntagnachmittag in Malmeneich ein Kirmesgottesdienst zu Ehren des Weihetages der St. Nikolaus-Kapelle unter freiem Himmel statt.
Auf dem Parkplatz vor der alten Kapelle hatten die Familien Pöhland und Eidt alles bestens vorbereitet und Sitzbänke auf Abstand und einen Altar für das offizielle kleine Geburtstagsfest aufgebaut. Die Gottesdienstbesucher konnten so im kleinen Kreis dem Weihetag ihres Gotteshauses im Dorfmittelpunk doch noch gemeinsam würdig gedenken. Musikalisch wurde der kleine Festakt durch eine Schola des Kirchenchores und Frau Lassmann am Keyboard gestaltet. Pfarrer Steffen Henrich betonte in seiner Festpredigt, dass diese Kapelle die Seele des kleinen Ortes ist, ein Ort zu dem jeder kommen kann, um sich Trost für seine Sorgen und Nöte zu holen. Die alten Gemäuer der Kapelle könnten viel erzählen, über die überstandenen Krisen vergangener Zeiten und so würden sie auch in der heutigen Pandemie Geborgenheit und Kraft geben.

Erfolgreiche Sportler per Videoschaltung geehrt

37 Sportler aus sechs Vereinen wurden von ihren Vereinsvorständen für die Sportlerehrung der Gemeinde Elz gemeldet. Von Kreismeistern bis zu Deutschen Meistern reichte das Titelspektrum, das Bürgermeister Horst Kaiser während einer kleinen Feierstunde in diesem Jahr auszeichnen durfte. Dieses Jahr bleibt auch wie das vergangene besonders: Zum ersten Mal seit Beginn der Sportlerehrung fand diese nicht präsent im Elzer Bürgerhaus statt, sondern gestaltete sich, der Corona-Lage geschuldet, digital in einer Videoschaltkonferenz. Zu diesem Treffen, jeder zuhause an seinem Computer, waren die gemeldeten Sportler, die Übungsleiter und die Vertreter der einzelnen Vereinsvorstände geladen. Diese Schalte war auch aufgrund der überschaubaren Teilnehmerzahl gut möglich. Denn die durchführbaren Wettkämpfe bei Sportveranstaltungen waren im vergangenen Jahr eher gering, gerade im Erwachsenenbereich. Viele sportliche Austragungen sind der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen und konnten nicht ausgerichtet werden.
In seiner Begrüßungsrede betonte Bürgermeister Horst Kaiser die Wichtigkeit der Durchführung einer solchen digitalen Ehrungsveranstaltung trotz der widrigen Umstände. Zunächst geht es einmal darum, die besonderen Leistungen und Erfolge der Elzer Sportler unter erschwerten Bedingungen zu würdigen. Sportliche Erfolge sind dabei natürlich auch ein Aushängeschild für eine Gemeinde. Viel wichtiger aber noch ist es, den Vereinen, ihren Vorständen und Trainern während einer solchen Veranstaltung für ihr Engagement in Sachen Sportförderung zu danken. Die Arbeit der Sporttreibenden Vereine, vor allem die Jugendarbeit ist für die Kommunen unverzichtbar. Deshalb unterstützt und fördert die Gemeinde Elz den Sport mit Zuwendungen und sorgt für die entsprechende Sportstätteninfrastruktur.
Durch die Corona-Pandemie steht jetzt seit über einem Jahr fast alles still! Auch der Sport und die Vereine leiden unter dieser Situation, einzig Individualsport und Kindertraining im Freien ist da derzeit möglich.
Dass man trotzdem als Verein viel tun kann und sogar in einer solchen Situation noch Mitglieder dazu gewinnen kann, zeigt die Turnabteilung des TV Elz:
Die Turnabteilung des größten Elzer Sportvereins hat die letzten Monate durch Videotraining sogar noch Aktive dazugewonnen, wie Elena Stähler erzählt. Gerätetraining in der Halle ist derzeit noch nicht erlaubt. Jedoch können sich die jüngeren Sportler bis 14 Jahren zu Trainingsstunden auf dem weiträumigen Turnplatz hinter der vereinseigenen Turnhalle treffen, wo Abstände untereinander problemlos eingehalten werden können. „Entscheidend ist, alternative Angebote zu machen, sich weiter um seine Sportler zu kümmern“, rät Elena Stähler. Sie kenne nämlich auch Sportvereine, die während der letzten Monate überhaupt nichts mehr getan hätten. Und wenn man über Monate kaum Kontakt zu seinen Aktiven pflege, dann könne man auch schnell Nachwuchssportler verlieren. Die Auswirkungen der Pandemielage auf den Sportbetrieb hat auch dem Elzer Turnverein zunächst einmal sehr weh getan.
Die Leistungsturnerinnen des Landesliga-Kaders hatten sich top auf die Saison vorbereitet, wollten den Aufstieg schaffen und dann kam eine Woche vor dem ersten Wettkampf der Lockdown. Doch die depressive Phase der Turnerinnen hielt nicht lange an. Sie machten weiter, drei Mal die Woche Onlinetraining und noch einmal die Woche Zusatztraining. Für Kraftübungen, Rad fahren oder Laufen braucht man ja keine Gruppe. Beim Onlinetraining gab es sogar Hausaufgaben, die die pflichtbewussten Leistungsturnerinnen laut ihrer Trainerin aus eigener Motivation auch konzentriert abarbeiteten. Fünf Aktivengruppen der Turnabteilung machen derzeit beim TV Elz Online-Training. Drei der Gruppen können mittlerweile auch zusätzlich wieder auf dem Turnplatz trainieren. War es für die Jüngeren wirklich ein psychisches Problem, sich über Wochen nicht persönlich zu sehen? Sophia Stähler erzählt, dass es für die Vier- und Fünfjährigen sogar ein Riesenspaß gewesen sei, sich erstmals über Kameras unterhalten zu können. Da der TV in der Corona-Zeit etwas geboten habe, sei er belohnt worden und habe neue Mitstreiter gewonnen, die in der Pandemiephase eben nach anderen Möglichkeiten gesucht hätten, sich in einer Gemeinschaft weiter sportlich zu betätigen.
Ein Rahmenprogramm gab die Videokonferenz nicht her und auch die bekannte Moderation der Veranstaltung wurde vom Gastgeber Horst Kaiser selbst übernommen. Dieser ehrte dann auch jeden einzelnen Erfolg aus dem vergangenen Jahr und beglückwünschte die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler. Das anerkennende Präsent und die Urkunde für jeden Einzelnen konnten leider nicht persönlich übergeben werden. Hier sind die Übungsleiter der Vereine gebeten, alles in den nächsten Tagen im Ordnungsamt abzuholen und an die Geehrten zu verteilen und zu übergeben.
Besonders ist die Leistung von Jonathan Noll aus dieser Veranstaltung hervorzuheben. Er erzielte den ersten Platz bei den Deutschen Meisterschaften im Rasenkraft-Dreikampf für den TV Elz. (abl, rk)

Bildunterschriften:
1. 3 x Turnabteilung auf dem Turnplatz, Fotos von R. Klöppel
2. Ina Ehrmann beim Hürdenlauf, Foto privat
3. Jonathan Noll und sein Trainingspartner Nico Lauf, Foto Sonja Noll

Hier finden sie alle Geehrten aufgeführt, die im vergangenen Jahr einen sportlichen Titel erzielt haben:



Stolpersteinverlegung in Elz
Erinnerungen wachhalten
Am Freitag wurden in der Mühlstraße 14 a fünf Stolpersteine für die Familie Ellendmann verlegt. Vier Steine wurden neuverlegt. Aufgrund neuer Dokumente kam ein fünfter Stein hinzu.
Die Stolpersteine für Bella, Isaak, Fanny und Ruth Ellendmann verschwanden Anfang Oktober nach Pflasterarbeiten und trotz polizeilicher Ermittlungen sind sie nicht mehr aufgetaucht. Recht schnell war jedoch klar, dass diese Steine wieder verlegt werden sollen und daher bestellte die Gemeinde Ersatz bei Gunter Demnig, dem Initiator des Stolpersteinprojektes. Durch weitere Dokumente konnte inzwischen ein weiteres Familienmitglied identifiziert werden, so dass am Freitag fünf Steine verlegt werden konnten. Gunter Demnig konnte den Termin selbst nicht wahrnehmen, daher ließen die Mitarbeiter des Bauhofs die Stolpersteine ins Pflaster ein. Am Nachmittag fand ein Gedenken für die Familie statt.
Bürgermeister Horst Kaiser bedankte sich bei Martina Hartmann-Menz für ihre Recherchen. Weiterhin bedankte er sich bei Ulrich Schoth, dem die neuen Erkenntnisse zu verdanken sind. Die Familie von Ulrich Schoth wohnte ebenfalls in dem Haus und der Vater schrieb seine Erinnerungen nieder, so dass bekannt wurde, dass die Familie Ellendmann nicht nur zwei Töchter hatte, sondern mit Hermann auch noch ein ältester Sohn existiert.
Martina Hartmann-Menz freut sich über solche Dokumente. „Es sind viele Bruchstücke, die sich hier an diesem Ort zusammenfügen“, erzählte sie. Im letzten Herbst gab es den Hinweis der Familie Schoth, dass es drei Kinder gab. In den Dokumenten des Vaters fand sich folgender Hinweis: „Anfang der 30er Jahre fand die jüdische Familie Ellendmann, von Polen kommend, im Hause meiner Eltern eine Bleibe. Solange die Familie bei uns wohnte, war sie ohne Arbeit. Sie hatten drei Kinder.“ So sei Hermann, etwa 20 Jahre alt, Gärtner in Limburg gewesen. Seine Schwestern waren Fanny (17) und Ruth (etwa 7). Die Mutter Bella war in Sprachen fit, denn sie half dem jungen Schoth, wenn er bei Französisch nicht weiter wusste. „Wir haben damals den Zusammenhalt und die gegenseitige Hilfe der jüdischen Familien bewundert, weil es Vergleichbares bei den Einheimischen nicht gab“, so weiter in den Aufzeichnungen, „Die Hetze gegen die Juden nahm bedrohliche Formen an. Etwa gegen 1936 verließ die Familie Ellendmann, die bettelarm war, aber unterstützt von der Familie Rosenthal aus Limburg, unser Land.“ Leider gelang es der Familie nicht, dem Holocaust zu entkommen. Die Spuren von Isaak und Bella Ellendmann sowie ihren Töchtern verlieren sich in Polen, wo sie wahrscheinlich ermordet wurden. Hermann Ellendmann kehrte 1938 nochmal zurück, wurde 1939 verhaftet und kam nach Sachsenhausen. Sein weiteres Schicksal ist unbekannt. Die Aufzeichnungen der Familie Schoth konnte Hartmann Menz mit Dokumenten aus den Archiven ergänzen. So hat Hermann eine Lehre als Gärtner im jüdischen Kinder- und Landschulheim in Caputh (Brandenburg) absolviert. Nach seinem Wegzug aus Elz heiratete er Else Bial und 1937 bekam die Familie den Sohn Peter May. Auch Else Bial und ihr Sohn wurden Anfang der 40er Jahre aus Berlin deportiert und ihre Spur verliert sich danach.
Hartmann-Menz dankte der Familie Schoth für die Unterlagen: „Auf diese Weise ist es möglich geworden, ein Stück Lokalgeschichte zu rekonstruieren und für die Erinnerungsarbeit vor Ort nutzbar zu machen.“
An der Gedenkveranstaltung nahmen ebenfalls zwei Schüler der 10.Klasse der Erlenbachschule teil. Zusammen mit der Lehrerin Rebekka Neuser begleiten sie das Stolpersteinprojekt in Elz von Anfang an aktiv mit. „Es ist für uns eine Chance, Regionalgeschichte zu erfahren. Geschichte wird durch dieses Projekt greifbar und erlebbar“, so Neuser. Sie bedankt sich bei allen, Geschichte so zu erleben. Es sei ein Unterschied, über diese Zeit im Geschichtsbuch zu lesen, oder Biografien von Menschen zu erarbeiten, welche direkt vor Ort lebten. Und so ist es ihr und ihren Schülern wichtig, dass die Menschen und ihr Leid nicht vergessen werden.
Zum Abschluss sprachen Pfarrer Steffen Henrich und Pfarrerin Monika Rupprecht ein Gebet. Die jüdische Gemeinde übermittelte ein Grußwort. Aufgrund der Vorbereitungen zum Pessachfest konnten sie selbst nicht anwesend sein. (hl)

Der Osterhase schaut trotz Corona vorbei


Auch zum zweiten Corona-Osterfest schickt der Osterhase wieder einen Vertreter nach Elz. Seinen hölzernen Boten haben die Mitarbeiter des Gemeindebauhofs bereits am Eingang zum Hirtenplatz aufgestellt. Den 6,20 Meter hohen Meister Lampe, der zur Sicherheit zwei Meter in die Erde eingelassen wird, hat Daniel Mörsdorf gesägt. Der Forstwirtschaftsmeister aus Elz folgte damals dem Vorschlag des inzwischen leider verstorbenen Hermann Schlag, dem früheren Ordnungsamtsleiter, der auf einem Basar ein passendes Holzmodell entdeckt hatte. Zwölf Jahre hat der Hase nun schon auf dem Buckel und das Fichtenholz hatte mittlerweile eine silberne Patina angelegt. Die Oberfläche wurde jetzt vom Bauhof aufgefrischt. Die Farbe des Hasenfells leuchtet nun wieder besonders glänzend in der Frühlingssonne der passt schön zu dem österlichen Nest, das der Obst- und Gartenbauverein nun schon seit 2011 immer um die Holzfigur anlegt und natürlich auch pflegt. Wenn die Osterzeit vorbei ist, verschwindet der übergroße Holzhase wieder in seinem Hasenbau. Dort, im Depot in Görgeshausen ist er bis zur nächsten Ostersaison gut aufgehoben und wartet auf seinen erneuten Einsatz.

Für die vielen Kinder versteckt der Osterhase bestimmt auch trotz der Virusplage viele Nester mit bunten Eiern als Hoffnungssymbole in den Gärten der Elzer. Diesen Auftrag hat er jedenfalls sicher!

Natur hatte Frühjahrsputz trotz Corona dringend nötig
Die Aktion „Sauberhaftes Elz“ hat sich im Frühjahr zu einem festen Termin im Veranstaltungskalender der Gemeinde Elz etabliert. Bereits zum 15. Mal rief die Gemeinde alle Mitbürgerinnen und Mitbürger dazu auf, in und um Elz den Müll einzusammeln.
Aufgrund der stürmisch und regnerisch gemeldeten Wetterlage wurde die Reinigungsaktion der Natur um eine Woche von Samstag, 13. März auf Samstag, 20. März 2021 von 10.00 bis 12.00 Uhr verschoben! Diese Terminverschiebung zeigte sich als sinnvoll, konnte das Projekt so bei kaltem, aber schönem und vor allem trockenem Wetter durchgeführt werden.
Die Durchführung dieser Müllsammelaktion hatte trotz oder gerade wegen Corona ihre absolute Berechtigung!
Viele Menschen nutzen die freie Natur, gehen viel spazieren und wandern, oder treiben Sport im Freien, um der Pandemie ein Stück weit zu entkommen und Ausgleich im anhaltenden Lookdown zu finden. Das Ergebnis dieses Freiluftdrangs ist deutlich mehr Müll und Unrat auf Feldern, Wiesen, Wegen, in Gräben, an Bächen und Flüssen und im Wald. Masken in allen Formen und Farben zählen dabei in Massen zu den Hauptfundstücken. Unglaublich, was Menschen aber sonst noch so einfach achtlos in die Natur werfen. An manchen Stellen taten sich regelreichte Müll-Hotspots auf, die es zu beseitigen galt!
Rund 100 Personen aus Vereinen und Gruppierungen, aber auch aus Familien und Einzelpersonen hatten sich gemeldet und in Kleingruppen, meist zu zweit, ganz coronakonform fleißig Müll eingesammelt. Von vielen unterschiedlichen Treffpunkten aus verteilten sich die Minigrüppchen mit Handschuhen und Müllsäcken bewaffnet in alle Richtungen der Gemarkung. Innerhalb von zwei Stunden füllten diese unzählige blaue Müllsäcke, die an strategischen Stellen am Wegesrand abgestellt wurden. Die Bauhofmitarbeiter unter Ralf Schäfer, der Ordnungsamtsleiter Markus Schmidt und auch Bürgermeister Horst Kaiser sammelten dann die Müllsäcke mit den Bauhoffahrzeugen ein und brachten alles auf die Müllsammelstelle zum Bauhof, wo sich dann ein Berg an Unrat auftürmte.
Das gemeinsame Abschlussessen aller Helfer auf dem Gemeindebauhof musste in diesem Jahr aufgrund der Kontaktbeschränkungen leider ausfallen. Ein herzliches Dankeschön des Bürgermeisters und eine Tafel fair gehandelte Schokolade an alle freiwilligen Müllsammler musste in diesem Jahr leider ausreichen. „Diese Aktion zeigt uns wieder einmal mehr, dass die Elzer auch ohne eine große Belohnung bereit sind, sich für ein positives und sauberes Wohnumfeld einzusetzen und die Natur rund um Elz zu reinigen. Dafür vielen Dank!“, betonte der Bürgermeister. „Im nächsten Jahr lässt die Situation dann bestimmt wieder einen gemeinsamen Abschluss zu!“, meinte er hoffnungsvoll.

Bildunterschrift: Viele Kleingruppen waren coronakonform unterwegs, um Müll zu sammeln. Alleine auf der Strecke vom Ortsausgang Elz entlang der B8 Richtung Malmeneich kam eine Pritschenwagenladung Abfall zusammen.

Faire Rosen für Frauenrechte
Elz macht sich stark für Flower Power
• Bereits jede dritte Rose in Deutschland trägt das Fairtrade-Siegel
• Faire Rosen für bessere Arbeitsbedingungen und Geschlechtergerechtigkeit in Ostafrika
• Elz macht mit: Pandemietaugliche Rosenaktion auf dem Platz vor der KSK

Rosen sind ein ideales Geschenk, um „Alles Gute“, „Danke“ oder „ich liebe dich“ zu sagen. Was sich aber nur wenige bewusstmachen: Im Rosenanbau herrschen oft schlechte Arbeitsbedingungen. Die meisten Rosen kommen aus ostafrikanischen Ländern wie Kenia, Äthiopien und Tansania. Dort arbeiten viele Frauen als Pflückerinnen unter schlechten Bedingungen. Dass es auch anders geht, darauf machte die Aktion „Flower Power“ von Fairtrade aufmerksam. Denn es gibt Alternativen. Schon jede dritte Rose, die in Deutschland verkauft wird, ist fair gehandelt und trägt das Fairtrade-Siegel. Das bedeutet für die Frauen auf den Blumenfarmen: mehr Gleichberechtigung und bessere Arbeitsbedingungen. Elz hat bei der Aktion für mehr fairen Handel mit Blumen mitgemacht und ruft dazu auf: „Sag’s mit fairen Rosen!“

Fairtrade-Gemeinde Elz geht als Vorbild voran
Seit über drei Jahren ist Elz nun ausgezeichnete Fairtrade-Gemeinde und hat sich mit diesem Titel verpflichtet, faire Handelsbedingungen auf lokaler Ebene zu fördern. „Wir wollen die Bevölkerung aufklären und Vorbild sein. Außerdem wollen wir mit unserer fairen Rosenstation einen Farbtupfer und Lichtblick in dieser Pandemie setzen,“ sagte Bürgermeister Horst Kaiser. Auf dem zentralen Platz vor der KSK wurde zum Internationalen Weltfrauentag, am 8. März, eine mobile Rosen-Pop-Up-Station aufgebaut. Passanten, hier überwiegend an diesem Tag die Frauen, durften eine faire Rose mitnehmen und sich über den fairen Handel mit Blumen informieren. Alexandra Blättel, interne Frauenbeauftragte der Gemeinde Elz und Hauptamtliche der Fairtrade-Steuerungsgruppe konnte so mit dieser Aktion zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Zum einen ging es ihr darum, die Frauenrechte in unserer Gesellschaft weiter zu stärken und zum anderen auf den fairen Handel und die Sinnhaftigkeit des Konsums fairer Produkte aufmerksam zu machen. Auch die 1. Beigeordnete Ingrid Friedrich unterstützte die Rosenaktion zum Weltfrauentag an diesem Vormittag tatkräftig.

Flower Power für mehr Gleichberechtigung in den Anbauländern
Fairtrade hat sich zur Aufgabe gemacht, die Position von Frauen in Produzentenländern zu stärken – sei es im Job, in den Gemeinden oder in der Familie. Die Fairtrade-Standards schreiben vor, dass Blumenplantagen ihre weiblichen Mitarbeiterinnen mit Hilfe einer Gender-Strategie fördern müssen. Konkret heißt das, dass Frauen an Weiterbildungen teilnehmen, in Gremien ihre Bedürfnisse vertreten werden und sie so eine Stimme erhalten. Durch diesen Ansatz gewinnen sie zunehmend an Selbstvertrauen und qualifizieren sich für Führungsaufgaben, die bisher Männern vorbehalten waren. Eine Studie belegte jüngst, dass dies zu Fortschritten in der Gleichberechtigung führt.

Hintergrund:
Der Verein TransFair e.V. wurde 1992 mit dem Ziel gegründet, benachteiligte Produzentengruppen in Entwicklungsländern zu unterstützen. Als unabhängige Organisation handelt TransFair e.V. nicht selbst mit Waren, sondern setzt sich dafür ein, den Handel mit fair gehandelten Produkten und Rohstoffen zu fördern und mehr Bewusstsein für nachhaltigen Konsum zu erreichen. www.fairtrade-deutschland.de

TransFair gehört zum internationalen Verbund Fairtrade International e.V., in dem Fairtrade-Organisationen aus 25 Ländern und die drei kontinentalen Produzentennetzwerke zusammengeschlossen sind. Fairtrade International entwickelt die international gültigen Fairtrade-Standards. www.fairtrade.net

Alle beteiligten Akteure entlang der Lieferkette werden regelmäßig von FLOCERT GmbH kontrolliert. Die Gesellschaft arbeitet mit einem unabhängigen und weltweit konsistenten Zertifizierungssystem nach den Anforderungen der Akkreditierungsnorm ISO 17065 (DIN EN 45011). www.flocert.net

Erlenbachschule engagiert sich für mehr Nachhaltigkeit und siegt beim Schulwettbewerb
Hessische Umweltministerin kürt beim Kreativwettbewerb „Unsere Schule 2030 – Aus Träumen wird Nachhaltigkeit“ sechs Preisträgerschulen und verleiht Sonderpreis für Nachhaltigkeitssong
„Ich bin beeindruckt über die zahlreichen und vielfältigen Einsendungen zu unserem Kreativwettbewerb ‚Unsere Schule 2030 – Aus Träumen wird Nachhaltigkeit‘. Insgesamt haben wir 32 Bewerbungen von Schülerinnen und Schülern sämtlicher Schulformen ab Jahrgangsstufe 5 aus ganz Hessen erhalten. Ich freue mich, dass ich heute sechs Schulen für ihr Engagement auszeichnen und jeder eine Urkunde verbunden mit einem Preisgeld in Höhe von 4.000 Euro überreichen darf. Ein symbolischer Sonderpreis geht an die Rehbergschule in Herborn für einen selbstgeschriebenen Nachhaltigkeitssong“, sagte Umweltministerin Priska Hinz anlässlich der virtuellen Preisverleihung.

Im Rahmen des Theaterkurses des Ästhetischen Bandes des Jahrgangs 5 an der Erlenbachschule, thematisierten die SchülerInnen verschiedene Einsatzmöglichkeiten für Nachhaltigkeit an der Schule. Die vom Theaterkurs vielfältigen im Unterricht gesammelten Vorschläge wurden in Theaterszenen dargestellt und in einem Video festgehalten. Der Fokus liegt auf Mobilität, Mobbing, gegenseitige Unterstützung und gutes und kostenloses Mittagessen im Schulalltag. Mit dem Preisgeld soll ein Getränke-/Wasserspender mit Flaschen und Bechern angeschafft werden und der Schulkiosk soll verbessert werden. Hierdurch möchte die Erlenbachschule als zertifizierte hessische Umweltschule nicht nur ihren Beitrag zu weniger Plastikmüll leisten, sondern auch ihren Schwerpunkt einer Schule als gesunden Lebensraum weiter ausbauen, denn der kostenlose Zugang zu gesundem Trinkwasser im Verlauf eines Schulalltags sollte selbstverständlich sein. Die ungebremste kreative Energie der Kinder zeigt sich im Anschluss der Gewinnbenachrichtigung, denn sie sind sich schnell einig, dass die Schulbechergestaltung ebenfalls über einen Kreativwettbewerb laufen soll aber diesmal innerhalb der ganzen Schule. Beate Kallenbach, die Rektorin der Erlenbachschule, ist von den zahlreichen und kreativen Ideen und vor allem vom Einsatz der SchülerInnen begeistert.
„Der Wettbewerb zeigt, dass Schülerinnen und Schüler sehr gute und auch umsetzbare Ideen haben. Und dass sie aktiv zu einer nachhaltigen Schule beitragen möchten. Wenn man bedenkt, dass an vielen Schulen im Bewerbungszeitraum aufgrund verschärfter Corona-Maßnahmen auf Distanz unterrichtet wurde, ist das Engagement umso bemerkenswerter. Ich danke allen Schülerinnen und Schülern, die zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern Konzepte erarbeitet haben, um ihre Visionen eines nachhaltigen Schullebens anhand von Postern, Kurzvideos, Spielen oder Bastelarbeiten greifbar zu machen“, erklärte die Ministerin. Die eingereichten Konzepte reichen von Schulgartenprojekten über Wasserspender, einer Strategie zur Plastikvermeidung bis hin zu nachhaltigen Mobilitätslösungen und Ansätzen für ein digitales Schulleben. „Das zeigt, wie vielseitig der Einsatz für mehr Nachhaltigkeit sein kann und dass man auch mit kleineren Projekten viel erreichen kann.“

Die weiteren Preisträger sind die Klasse 6bc des Kaiserin-Friedrich-Gymnasium in Bad Homburg, die Klassen 7,8 und 9 der Friedrich-Stoltze-Schule in Königstein im Taunus, der Wahlunterricht Nachhaltigkeit der Klasse 9 der Bundespräsident-Theodor-Heuss-Schule in Homberg Efze und der LK Erdkunde der Freiherr-vom-Stein-Schule in Hessisch Lichtenau sowie das 10. bis 13. Schulbesuchsjahr der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule in Hofheim am Taunus.

Hintergrund
Die Preisträger wurden von einer sechsköpfigen Fachjury bestehend aus Mitgliedern der Nachhaltigkeitsstrategie ausgewählt. Unter dem Motto „Unsere Schule 2030 – Aus Träumen wird Nachhaltigkeit“ startete?die Nachhaltigkeitsstrategie Hessen einen Kreativwettbewerb für Schulen im Rahmen des Monats der Nachhaltigkeit, den das Hessische Kultusministerium für November 2020 ausgerufen hatte.? Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 5 konnten gemeinsam mit ihren Lehrkräften ihre Vorstellungen einer idealen nachhaltigen Schule entwickeln und ihre kreativen Konzepte vom 2. November bis zum 15. Dezember einreichen. Basis und Ideengeber für den Kreativwettbewerb war das Leitbild der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen.

Weitere Informationen sind unter www.hessen-nachhaltig.de zu finden.
Das Video, mit dem der Preis gewonnen wurde, finden Sie auf unserer Homepage:
https://erlenbachschule-elz.de/start/schulwettbewerb-schule-2030/
Link zum Film: https://youtu.be/4YGlrkclANo

Ansprechpartnerin: Rebekka Neuser, Erlenbachschule Elz

Schwerer Verkehrsunfall mit 4 Verletzten


Zu einem schweren Verkehrsunfall in der Limburger Straße wurde die Feuerwehr Elz sowie ein Großaufgebot an Rettungskräften am Samstagnachmittag, 27. Februar, um 14.24 Uhr alarmiert.

In Höhe eines Zebrastreifens hinter dem Bahnübergang war in Fahrtrichtung Limburg ein Pkw auf ein stehendes Fahrzeug aufgefahren. Dabei wurden drei Erwachsene und ein Kind so verletzt, dass sie in Krankenhäuser gebracht werden mussten. Zudem liefen größere Mengen Betriebsmittel aus.

Um ein sicheres Arbeiten für den Rettungsdienst und die Feuerwehr-Einsatzkräfte zu ermöglichen, wurde die Limburger Straße während des Einsatzes voll gesperrt.
Es kam zu langen Rückstaus.

„Einheitsbuddeln“ am Elbbach
Im Jahr 2019 wurde die Aktion „Einheitsbuddeln“ in Schleswig-Holstein zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober ins Leben gerufen. Durch diese Aktion wurden bereits 177.000 Bäume deutschlandweit gepflanzt. Es ist eine Möglichkeit, aktiv etwas für Umweltschutz und Artenvielfalt zu tun. Im Dezember 2019 kam Arno Petri mit der Idee auf Frank Zei, SPD, zu, um diese auch in Elz umzusetzen. Nun wurden Flächen für diese Aktion gefunden und dem Antrag von Frank Zei wurde in der Gemeindevertretung zugestimmt.
Auf den Flächen im Bereich der Neumühle auf der anderen Seite des Elbbach können zukünftig in Rücksprache mit der Gemeinde rechts und links der Fahrradbrücke Bäume gepflanzt und Blumen gesät werden. Die Aktion richtet sich nicht nur an die Elzer Bürger und Bürgerinnen, sondern auch an die Vereine, Parteien, Schulen, Kitas und Firmen. Zum einen warb Frank Zei dafür, auch am 3. Oktober 2021 aktiv etwas zu machen. Aber er wies auch darauf hin, dass über das ganze Jahr zu Geburtstagen, Jubiläen oder „einfach nur die Liebe zur Natur“ die Menschen dazu anregt, dort aktiv zu werden. Die Pflanzung und Nutzung soll hier aber das ganze Jahr möglich sein.
Die Bäume und Flächen erfüllen damit nicht nur eine ökologische Bereicherung, sondern Stellen auch einen emotionalen Wert dar. „Ich denke, es ist neben dem positiven Effekt für unsere Umwelt auch eine gute Gelegenheit, den Zusammenhalt in unserer Gemeinde zu festigen“, so Zei in seiner Antragsbegründung. Gerne würde er mit Arno Petri auch ein Schild für diese Fläche stiften, auf dem über die Aktion informiert wird.
In Zusammenarbeit mit Andreas Schenk, CDU, konnte bereits der erste neue Bewohner auf der Fläche begrüßt werden. Der Nadelbaum hatte als Weihnachtsbaum ausgedient und fand nun einen neuen Platz, an dem er wachsen und gedeihen kann. Dies ist nachhaltig und aktiver Umweltschutz. Diese Fläche ist ein weiterer Baustein in einer lebenswerten Gemeinde, welche sich Klima- und Umweltschutz auf die Fahne geschrieben hat. Zukünftig sollen standortgerechte, regionale Pflanzen zugelassen werden, die auch für Insekten und Vögel eine Bereicherung des Lebensraumes darstellen. Die Gemeinde koordiniert die Aktion. (hl)

Flugunfall am Sonntagnachmittag

Zu einem Flugunfall am Flugplatz Elz wurde der Rüstzug der Feuerwehr Elz am Sonntag,
21. Februar, um 15.23 Uhr alarmiert.
Während des Startvorgangs war ein mit zwei Personen besetzter Tragkraftschrauber verunfallt und kam auf der Seite zu liegen. Dabei wurde eine im Fluggerät sitzende Frau eingeklemmt und schwer verletzt. Der Pilot trug leichte Verletzungen davon.
Zudem traten geringe Mengen Treibstoff und Hydrauliköl aus.
Nach dem Aufrichten des Fluggeräts und ihrer Befreiung, wurde die verletzte Person nach der Erstversorgung am Unfallort unter Notarztbegleitung vom Rettungsdienst in eine Klinik eingeliefert.
Neben der Feuerwehr Elz und Ersthelfern vom Flugplatz waren auch die „Helfer vor Ort“ des DRK Ortsverbandes Elz im Einsatz.

Die große Diamond Kappensitzung im Nassauer Land
Büttenreden, Gardetanz, Livemusik, Konfettiregen. Das Alles und noch viel mehr konnte man am Fastnachtssamstag aus den heimischen Wohnzimmern erleben. Die größte Live Kappensitzung Deutschlands mit 21 mitwirkenden Vereinen wurde live aus dem Elzer Bürgerhaus gesendet.
Die coronakonforme Sendungsproduktion knackte über den Abend eine Zuschauerzahl von 17.000 Views. Sogar über Grüße aus Kanada und Neuseeland durfte man sich freuen. Die Reaktionen aus den Reihen der Zuschauer waren durchweg positiv. Man freue sich über die Alternative und die Unterhaltung, so ein Zuschauer.
Eine abwechslungsreiche Fernsehsitzung mit Entertainment und professioneller Bühnenshow hatte sich Diamond Media Events vorgenommen und alle großen Fastnachtsvereine aus der Region mit ins Boot geholt. Die Moderation übernahmen neben Organisator Eric Schröder die beiden Elzer Zwillingsschwestern Connie Neu-Müller und Ulrike Wingenbach. Für musikalische Live Unterstützung sorgten Stefan Jung und Mario Meister. Auch Klaus-Peter Willsch sendete Grüße aus Berlin und das Kölner Dreigestirn grüßte die Sitzungszuschauer. Der Elzer Bürgermeister Horst Kaiser übernahm die Schirmherrschaft über die Veranstaltung. In der Sendung wurde er von seiner Stellvertreterin, dem bekannten Fastnachtsgesicht Ingrid Friedrich vertreten. Hexenmeister Gerhard Hammrich und Jörg Hammrich mit seinen Kindern Lena und Jannis beteiligten sich von den Rotjacken an der Sendung.
Die Sitzung bleibt weiterhin unter www.dmevt.de/helau online und kann angeschaut werden. Man bedanke sich bei allen Zuschauern und freue sich auf eine Wiederholung in 2022 – dann aber mit Publikum, teilt Geschäftsführer Eric Schröder am Schluss der Sendung nach einem großen Finale mit.

Nichts ist unmöglich an der Erlenbachschule
Weltweite Pandemie? Schulschließung? Ausgesetzter Präsenzunterricht?
Noch vor einem Jahr wäre die Antwort auf diese Fragen ein: „Quatsch!“, gewesen.
Noch vor einem Jahr feierten wir Fastnacht ohne Abstand.
Und jetzt?
Jetzt sind wir anders für unsere Schülerinnen und Schüler da. Für die Präsenzkinder öffnen sich die Türen wie immer um 7.40 Uhr und verlässlich können die angemeldeten Kinder bis 13.10 Uhr bei uns lernen.
Besonders ist aber, dass wir uns um 8.00 Uhr alle online treffen um gemeinsam zu lernen und den Tagesplan zu besprechen. Wer danach Fragen hat, wird nicht alleine gelassen. Während der kompletten Präsenzzeit sind die jeweiligen Lehrkräfte Ansprechpartner. Gibt es eine Frage, die man sich selbst nicht beantworten kann, genügt ein Klick und die Hilfe naht. Um 11.30 Uhr finden wir uns dann wieder alle zusammen reden, besprechen, klären und lachen gemeinsam.
Ja, wir reden hier von unserer Grundschule.
Und weil das alles möglich ist, feiern wir auch Fastnacht – online!
Das Team der Grundschule entwarf das Tütenlayout, druckte, schnitt aus, klebte und befüllte die „Fastnacht@home“-Kindertüten und sorgte dafür, dass sie die Kinder erreichte.
Pünktlich um 11.11 Uhr stiegen am Freitag, dem 12.02.2021 die ersten online-Klassenpartys und zumindest die Kinder zuhause durften sogar lauthals mitsingen.
Es ist uns wichtig, auch in schwierigen Zeiten für unser Schülerinnen und Schüler da zu sein, an Traditionen festzuhalten und die Musikalische Grundschule zu leben.

Nistenkästen für die Elzer Anlagen
Der Verschönerungsverein 1912 e.V. Elz freut sich über die Spende von 10 neuen
Nistkästen für die Elzer Anlagen.

Diese hat der 11-jährige Hermes Faust aus der Bachgasse, in der Zeit der Corona Pandemie
alleine geplant und erstellt. Hierfür ein großes Lob für die Idee, Eigeninitiative und Umsetzung. (Der Apfel fällt ja nicht weit vom Stamm).

Am Samstag, 6. Februar 2021 erfolgte die Übergabe der Nistkästen von Hermes Faust
an den Verschönerungsverein.

Die Elzer Anlagen sind hierfür der richtige Platz!
Nochmals ein herzliches Danke für die Leistung des jungen Erbauers.

Bildunterschrift:
1. Vorsitzender Karl Lindig, Kassierer Rainer Krämer, 2. Vorsitzender Georg Pauli sowie Hermes Faust

Zwei Bäume für Malmeneich
Seit Beginn der Woche ist Malmeneich um zwei Bäume reicher. Auf der Streuobstwiese in der Verlängerung der Straße zum Dorfgemeinschaftshaus pflanzte Andreas Schenk zusammen mit Otto Ganter und Dieter Gerlach von den Senioren des Kulturvereins Malmeneich zwei Linden zur Umrandung einer Bank.
Die Mittel für die zwei Bäume kommen aus dem CDU-Programm „250 Bäume für Elz und Malmeneich“, welches die Gemeindevertretung zusammen mit der SPD im letzten Jahr einstimmig beschlossen hat. Sie sollen ein Anstoß dafür sein, weitere Bäume in der Gemeinde zu pflanzen.
Daher ruft Andreas Schenk dazu auf, Flächen oder Standorte beim Bauamt der Gemeinde
(Herrn Schmitt unter Tel: 06431 9575-52) zu melden, auf denen Bäume gepflanzt werden können.
Die beiden „Senioren“ begrüßten dieses Engagement. Vor einiger Zeit pflanzten sie an gleicher Stelle zwei Eichen aus dem Wald, welche aus einer Naturverjüngung stammen, aber diese gingen nie richtig an. Jetzt zieren zwei staatliche Linden-Bäume die Fläche und laden zum Verweilen auf der Bank ein.
Die Senioren vom Kultur- und Freizeitverein sind normalerweise 12 Personen, welche sich um die Pflege der Bänke in und um Malmeneich kümmern, die Streuobstwiese am Sportplatz pflegen und das gesellige Miteinander genießen, was durch Corona ein wenig gelitten hat.

Syna spendet 2.222 Euro an den Bürgerfonds Elz e.V.
Der Bürgerfonds Elz freut sich über eine Spende der Syna über 2.222 Euro.
„Die Corona-Pandemie hat jeden vor private und berufliche Herausforderungen gestellt. Da wir gut in den Regionen vernetzt sind, wissen wir, dass gerade die Vereine und Initiativen besonders große Schwierigkeiten hatten und haben. Uns ist es immer eine Herzensangelegenheit in unseren Regionen zu unterstützen. Darum hatten wir uns zum Jahresende entschlossen nochmal eine finanzielle Hilfe auszugeben. Ich freue mich, nun den Scheck dem Bürgerfonds Elz geben zu können“, so Uwe Steinebach, Syna-Kommunalmanager in Runkel.

Der Verein hat auch schon Ideen, wie er das Geld am besten einsetzen kann.
Der Bürgerfonds e.V. engagiert sich bereits seit seiner Gründung für bürgerschaftliches Engagement in der Gemeinde Elz. Dieses Engagement wird durch die Vorstandsmitglieder erbracht. Wir bekommen sowohl von den Kirchengemeinden als auch den Sozialämtern vor Ort, Hinweise über Notlagen in den Familien. Diesen Hinweisen gehen wir sofort nach, und besprechen mit den Familien wo der Schuh am engsten drückt. Im Vorstand werden dann die Soforthilfen besprochen, darüber abgestimmt und dann kann die Hilfe erfolgen. Wir arbeiten immer alle sehr diskret. Es soll niemand im Ort erfahren, wer Hilfsempfänger des Bürgerfonds ist.
In den Jahren vor der Pandemie erhielten wir auch über unsre Schulen vor Ort, Nachfragen, ob wir die Klassenfahrten von unbemittelten Schülern mitfinanzieren können. Es handelt sich hierbei um Schüler, deren Eltern keine Mittel nach HARTZ IV erhalten, aber deren Einkommen zu niedrig ist, um ihre Kinder selbst zu unterstützen. Nach Prüfung haben wir die Klassenfahrten mit 90% bezuschusst und der Elternanteil betrug 10%. Ebenso unterstützen wir Elzer Bürger, wenn Mietschulden, oder Verbindlichkeiten beim Energieversorger, Vermieter bestehen und die Abschaltung droht.
Auch helfen wir, wenn bei Bürgern mit eigenem Haus eine alte Heizungsanlag, Kühlschrank, Elektroherd oder sogar mehrfach schon Kinderbettchen fehlen oder ausfallen. Finanzierungen über die Hausbank erhalten diese Personengruppen nicht, deshalb sind wir froh über den Bürgerfonds und dessen unbürokratische Hilfe.
Gerne helfen wir zu Weihnachts- oder Osterzeit bedürftigen Familien mit Kindern, damit in den Familien dort die entsprechende Stimmung aufkommt. Bei alle dem, vergessen wir unsere Senioren in den Pflegeeinrichtungen und zu Haus nicht. Wir bedenken Sie jedes Jahr mit einer Zuwendung.
Im Jahr 2020 haben wir mit 11.846,40 € unsere Mitbürger in schwierigen Zeiten unterstützt.

Ohne die großzügige Spende der Syna könnten wir viele Projekte nicht unterstützten.
Im Namen unsrer ElzerInnen und des Vorstandes des Bürgerfonds Elz.e.V. bedanke ich mich sehr herzlich bei der Syna, und insbesondere bei Herrn Uwe Steinebach.

Ingrid Friedrich, Vorsitzende

75 Jahre CDU-Elz

Zum Gründungstag vor 75 Jahren eine Video-Konferenz mit 44 Teilnehmern

Am 18. Januar 1946 trafen sich in der Gaststätte Jakob Schneider (auch Jabo genannt im „Bunker“, heute Nassauer Hof) 20 Elzer Männer mit Bäckermeister Josef Friedrich an der Spitze, der im April 1945 von den Amerikanern in Elz als Bürgermeister eingesetzt worden war, und gründeten als eine der ersten im Kreis den CDU-Ortsverband Elz. Am gleichen Tag, 75 Jahre danach, trafen sich visuell 44 Frauen und Männer aufgrund der Corona-Pandemie in einer Videokonferenz und erinnerten in einer damit ungewöhnlichen Feierstunde über ihre Bildschirme an die Verdienste der Gründerväter der Elzer CDU.
War die aktuelle Feierstunde für den amtierenden CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Jürgen Wilhelm schon ungewöhnlich, so waren für ihn und seine politischen Freunde die Erfolge und Leistungen der CDU schon außergewöhnlich. Denn nur einmal in der Zeit nach dem Kriege, man schrieb das Jahr 1993 mit dem Einzug der Bürgerliste (FWG) in die Gemeindevertretung, verfehlte die CDU die absolute Mehrheit. Diese aber hat sie längst wieder inne. Alle bisherigen Bürgermeister wie Josef Friedrich, Theo Michaely, Günter Schmitt, Winfried Schumacher und Horst Kaiser habe die CDU gestellt.
Die nahezu zweieinhalbstündige Zeit ihrer digitalen Zusammenkunft zur 75-Jahrfeier widmeten die Teilnehmer(innen) überwiegend dem Dank an die Arbeit ihrer Vorgänger und den für die Gemeinde Elz erbrachten Leistungen. CDU-Vorsitzender Jürgen Wilhelm konnte als Videogäste unter anderem den Bundestagsabgeordneten Klaus-Peter Willsch, den hessischen Staatssekretär im Innenministerium und neues Bundesvorstandsmitglied der CDU, Stefan Heck, Regierungspräsident Christoph Ullrich, Altlandrat Manfred Michel, den früheren Bürgermeister Günter Schmitt, den CDU-Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Andreas Hofmeister sowie Bürgermeister Horst Kaiser und die Erste Beigeordnete Ingrid Friedrich begrüßen.

 



Elz-Taler stark nachgefragt
Bereits um 8.00 Uhr standen die ersten Kunden am Freitagmorgen vor dem Schalter am Rathaus, wo man die Elz-Taler erwerben kann. Schnell bildete sich eine lange Schlange entlang der katholischen öffentlichen Bücherei bis zur Rathausstraße, aber alles mit dem nötigen Corona-Abstand und ganz viel Geduld!
Offensichtlich liegen die gemeindlichen Gremien mit ihrem Beschluss in der Adventszeit die lokale Kaufkraft und vor allem auch die Gastronomie und den Einzelhandel noch einmal mit einer weiteren Elz-Taler-Aktion zu unterstützen goldrichtig. Bis zum Verkaufsschluss am ersten Tag wurden bereits 2.457 Elz-Taler verkauft.
Alle Verkäufe werden erfasst, der Verkauf erfolgt nur an in Elz gemeldete Personen. Jeder darf 4 Gutscheine zum Preis von 13,- € erwerben und kann diese dann mit einem Wert von 20,- € bei den teilnehmenden Geschäften, die alle auf der Rückseite vermerkt sind, einlösen.
Am Samstagvormittag gab es noch einen Sonderverkauf, bei dem auch Yvonne Schäfer ehrenamtlich die Verkaufsdokumentation unterstütze. Hier wurden 499 Elz-Taler verkauft. Allen, die den Verkauf souverän auch bei Hochbetrieb schnell und zuverlässig abgewickelt haben, sage ich herzlich Dankeschön!
Ab Montag erfolgt der Verkauf während der normalen Rathaus-Öffnungszeiten, solange der Vorrat reicht.
Machen Sie von dem Angebot Gebrauch und vor allem lösen Sie bitte die Gutschweine auch möglichst bald ein, damit das Geld auch bei den teilnehmenden Geschäften und der Gastronomie ankommt.

Ich wünsche Ihnen allen eine schöne und besinnliche Adventszeit und bleiben Sie gesund!

Horst Kaiser, Bürgermeister

Anerkennungsprämie für 100 Jahre Feuerwehr-Einsatzdienst
Corona bedingt musste die Gemeinsame Jahreshauptversammlung der Feuerwehr der Gemeinde Elz ausfallen. Um den Aktiven, welche die Voraussetzung zur Anerkennungsprämie des Landes Hessen durch langjährigen Dienst in den Einsatzabteilungen erreicht hatten, diese dennoch vor Weihnachten zukommen zu lassen, wurde kurzerhand improvisiert.
So fand ein Übergabetermin mit Bürgermeister Horst Kaiser und Gemeindebrandinspektor Hilmar von Schenck zur Wahrung der Abstandsregeln in der Fahrzeughalle der Elzer Feuerwache statt.
Bürgermeister Horst Kaiser dankte den Prämien berechtigten Wehrmännern für ihr Jahrzehnte langes Engagement zum Wohle ihrer Mitbürger. Der freiwillige Feuerwehrdienst, so der Bürgermeister sei bürgerschaftliches Engagement im besten Sinne. Schließlich übernähmen die freiwilligen Feuerwehrleute ehrenamtlich eine kommunale Pflichtaufgabe, die andernfalls nahezu unbezahlbar sei.
Gemeindebrandinspektor Hilmar von Schenck ergänzte, dass die beiden Einsatzabteilungen in diesem Jahr bislang bereits 148 Einsätze (139 Elz, 9 Malmeneich) abgearbeitet hätten. Gerade unter Corona-Bedingungen sei das regelmäßig eine ganz besondere Herausforderung.
Bei den Einsätzen konnten 13 Menschen gerettet werden, für zwei Menschen kam leider jede Hilfe zu spät. Darüber hinaus sei es den Einsatzkräften durch ihren schnellen und beherzten Einsatz gelungen, Millionenwerte an Sachvermögen zu retten.
Die Anerkennungsprämien erhielten für 10 Jahre Einsatzdienst Janick Arnold (Elz) und Dennis Pöhland (Malmeneich), für 20 Jahre Heiko Eisenbach und Oliver Trela (beide Elz) und Christoph Hunsänger (Elz) für 40 Jahre Einsatzdienst.

Bildunterschrift:
v.l.n.r.: Bürgermeister Horst Kaiser mit den langjährigen aktiven Feuerwehrmännern Janick Arnold, Oliver Trela, Heiko Eisenbach, Dennis Pöhland und Christoph Hunsänger.

Elzer Fairteiler für Jedermann
Jährlich landen 13 Tonnen Lebensmittel im Müll. Um dem entgegen zu wirken, engagieren sich sogenannte Foodsaver, welche Lebensmittel retten. Aus einem neuen Fairteiler, welcher eingeweiht wurde, können sich alle Bürger bedienen und Nachhaltigkeit unterstützen.
Im April war die Einrichtung eines Fairteiler aufgrund eines SPD-Antrages Thema in der Gemeindevertretung. Heute weihte die Gemeinde zusammen mit den Foodsavern den Fairteiler ein. Der Elzer Fairteiler befindet sich im hinteren Teil des Hofes des Jugendhauses in der Lehrgasse 14. Von Montag bis Samstag ist dieser von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Die beiden ehrenamtlichen Foodsaver Silke Diefenbach und Benedikt Michel pflegen diesen Fairteiler.
Die Foodsaver-Gemeinschaft im Landkreis ist sein einigen Jahren aktiv. Hierbei handelt es sich um ehrenamtlich tätige Menschen, die regelmäßig überschüssige Waren kostenfrei beim lokalen Handel oder Produzierenden abholen. Diese geretteten Lebensmittel verteilen sie dann weiter. Durch dieses Engagement retten die Foodsaver noch essbare Lebensmittel vor der Tonne. Ein Fairteiler ist ein Ort, an dem diese dann an alle Bürger kostenfrei weitergegeben werden.
Seit einem Jahr ist Silke Diefenbach mit dabei. Der Impuls kam bei ihr durch eine Freundin und da sie bereits vorher schon bewusst mit Lebensmittel umging, war das Foodsharing für sie eine Möglichkeit, etwas Sinnvolles zu machen. Im letzten Jahr hat sie 252 Fahrten zu Geschäften gemacht, um insgesamt rund drei Tonnen Lebensmittel vor dem Müll zu retten. Ihre Gruppe, an die sie die Lebensmittel weitergegeben hat, ist in diesem Jahr auf über 60 Personen angewachsen.
Benedikt Michel ist seit einem dreiviertel Jahr dabei. Während seines Studiums hat der Elzer die Fairteiler in Bremen kennengelernt. Auf der Foodsharing-Webseite informierte er sich, was es hier vor Ort gibt und so schloss er sich den Foodsavern an. Er hatte auch die Idee des Fairteilers und initiierte den Antrag an die Gemeindevertretung. In dem Antrag waren die Ziele klar definiert. An einem geeigneten, zentralen Ort in der Gemeinde soll die Gemeinde einen Fairteiler aufstellen und in Kooperation mit Freiwilligen betreuen. Dieser soll zusammen mit Fairteilern in Diez und Staffel der Bekämpfung von Lebensmittelverschwendung dienen. „Die stetige Betreuung des Fairteilers dient dabei der Gewährleistung der notwendigen Hygienestandards im Umgang mit Lebensmitteln“, steht im Antrag geschrieben, welcher einstimmig durch die Gemeindevertretung verabschiedet wurde.
Silke Diefenbach nutzte bei der Einweihung die Chance, sich bei der Gemeinde zu bedanken. In der Garage des Jugendhauses wurde eine Wand eingezogen und die Strukturen des Fairteilers geschaffen. Elektrik wurde verlegt und ein Kühlschrank angeschafft. Am Vortag fand noch eine Lebensmittelkontrolle statt, die den Fairteiler abgenommen hat. Täglich überprüfen die Ehrenamtlichen die Temperatur im Kühlschrank und prüfen die Lebensmittel vor Ort. Zum einen wird der Verteiler von den Foodsavern gefüllt. Aber auch die Bürger aus Elz können Sachen dort hinbringen, wenn sie nach der Apfelernte noch Äpfel übrighaben oder in den Urlaub fahren und noch Lebensmittel im Kühlschrank haben.
Bürgermeister Horst Kaiser lobte zur Einweihung das Projekt. Es handelt sich um eine gelungene Aktion, weil auch die Gemeindevertretung dieses Projekt einstimmig beschlossen hat. Mit viel Engagement wurde es vom Ordnungsamtsleiter Markus Schmidt und dem Bauhof umgesetzt. Auch der Jugendpfleger habe das Projekt sofort unterstützt und einen Teil der Garage für die Station zur Verfügung gestellt. „Ich war erstaunt über die Vielfalt und Qualität der angebotenen Lebensmittel, und mit dem Kühlschrank gibt es auch eine hervorragende Möglichkeit gekühlte Produkte anzubieten“, so Kaiser, „Da gibt es zum Beispiel Eier, die noch vier Wochen haltbar sind und nur aussortiert wurden, weil sie von der Größe her nicht ins Verkaufs-Raster im Supermarkt passen.“ Damit die Station auch in den Abendstunden in der Dunkelheit gefahrlos erreicht werden kann, wurde inzwischen noch ein Bewegungsmelder angebracht, damit automatisch das Licht angeht, wenn sich jemand nähert. „Mein Dank geht an die Initiatoren und Betreuer Silke Diefenbach und Benedikt Michel sowie an Frau Anne Olschewski aus Staffel, die das Projekt mit begleitet hat“, so Kaiser weiter, „Ich bin gespannt wie das Angebot angenommen wird, auf jeden Fall haben Silke Diefenbach und Benedikt Michel jetzt viel zu tun mit der Betreuung des Fair-Teilers, denn die Lebensmittel müssen erst einmal eingesammelt, dann auch aussortiert und am Ende auch die sichere Verwendbarkeit überwacht werden. Dafür mein ganz herzlicher Dank.“

Regeln zur Nutzung des Fairteilers:
Beim Fairteiler selbst gibt es noch eine Übersicht, was abgegeben werden kann und was nicht. So dürfen keine Lebensmittel hingebracht werden, bei denen das Verbrauchsdatum abgelaufen ist. Weitere Lebensmittel, welche nicht verteilt werden dürfen, weil sie ein potentielles Gesundheitsrisiko darstellen sind Schweinemett, Rindergehacktes, Produkte aus nicht erhitzter Rohmilch, frisch zubereitete Speisen, die rohes Ei enthalten sowie Cremes, Pudding oder Mayonnaise, wenn sie mit Milch und Ei selbst hergestellt sind. Eine Bitte ist, nur Lebensmittel zu teilen, welche man auch selbst noch essen würde. Weitere Hinweise finden sich im Fairteiler.
Um derzeit die Ansteckung gering zu halten, darf der Fairteiler nur mit Maske betreten werden und immer nur eine Person darf sich in dem Raum aufhalten. Im Hof sollten die Menschen mit 1,5 Meter Abstand stehen. Auch sollte jeder Besucher darauf achten, die Türe zu schließen, damit keine Tiere in den Raum hineingelangen. Ganz am Ende weist Silke Diefenbach nochmal darauf hin, dass der Fairteiler für alle Bürger offensteht. „Der Fairteiler ist für Jeden und nicht nur für Bedürftige“, so Diefenbach, „Es geht darum, dass die Lebensmittel nicht weggeworfen werden und daran kann sich jeder beteiligen.“ (hl)

Foto Heike Lachnit: Anne Olschewski (von links), Silke Diefenbach und Benedikt Michel freuen sich über die Eröffnung des Fairteilers in Elz

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